Wahldebatte in der Gemeinde Bütgenbach: Viel Volk und viel Wasser

Kommunalwahlen

Am Dienstagabend kam es zu vielen Wortmeldungen aus dem Publikum. | Foto: David Hagemann

Volles Haus im Saal Zur Alten Linde in Weywertz: Bei der GE-Wahldebatte diskutierten am Dienstagabend vor 280 Zuschauern die Spitzenkandidaten von drei Listen der Gemeinde Bütgenbach. Daniel Franzen (Freie Bürgerliste), Stephan Noel (Zukunft gemeinsam gestalten) und Jean-Luc Velz (Für deine Gemeinde) stellten sich den Fragen der GrenzEcho-Journalisten Oswald Schröder und Allan Bastin sowie des Publikums, das in großer Zahl gekommen war.

Von Mario Vondegracht

Zusätzliche Bänke und Stühle mussten beschafft werden, und dennoch mussten viele Zuschauer stehen.

Der Diskussionsabend begann mit dem Thema Kandidatenmangel, denn sowohl die Listen von Noel und Velz leiden darunter. Beide Kandidaten nannten als Gründe den Zeitmangel der Bürger sowie möglicherweise das Gezänk im Rat in der vergangenen Legislaturperiode. Franzen verwies derweil auf eine vollständige Liste, die er u. a. auch mit der guten Bilanz seiner Mehrheitsliste begründete.

Den Schuldenstand der Gemeinde (8,81 Millionen Euro) wollen alle Spitzenkandidaten (Noel u. a. durch die Senkung der Energiekosten) kontinuierlich abbauen. Die Mehrheit der Zuschauer sprach sich derweil dafür aus, Investitionen zu tätigen: wenn sie Sinn machen. „Eine Steuererhöhung gibt es mit uns nicht“, versicherten alle drei Kandidaten. Velz befürwortete stattdessen die Suche nach neuen Einnahmequellen (Windenergie) und kritisierte die hohen Kosten der Neugestaltung des Weywertzer Kirchplatzes. Mit ihm wäre es billiger geworden, suggerierte der Kandidat.

Eine Zuschauerin aus Küchelscheid wollte ihr altes Wasser zurück, denn „dat Wasser vun Kölle war jot“.

Hitzig diskutiert wurde am Dienstagabend die Baupolitik (Appartementgebäude Malmedyer Straße) sowie insbesondere die Wasserpolitik der Gemeinde. Beide Themen sorgten auch für viele Wortmeldungen aus dem Publikum. Der amtierende Schulschöffe Daniel Franzen verteidigte die Maßnahmen der Mehrheit, während Stephan Noel für eine Wasserhoheit der Gemeinde plädierte und Jean-Luc Velz die Idee einer Kooperation aller Eifelgemeinden ins Spiel brachte. In Sachen Wasseranalyse gingen die Meinungen stark auseinander. Daniel Franzen betonte, dass nie eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe. Jean-Luc Velz warf der Mehrheit eine Verschleierungstaktik vor. Eine Zuschauerin aus Küchelscheid wollte ihr altes Wasser zurück, denn „dat Wasser vun Kölle war jot“.

Einigkeit bestand indes in den Wünschen, dass der Ton im Gemeinderat in der neuen Legislaturperiode nicht mehr so rau ist, in Energieeinsparungen zu investieren sowie den Ausbau der Gewerbezone Domäne-Schwarzenbach.

Mehr zur Podiumsdiskussion lesen Sie am Mittwoch auf www.grenzecho.net und in der GE-Donnerstagsausgabe.

Der Saal in Weywertz war proppenvoll. | Foto: David Hagemann

Wahldebatte der Gemeinde Bütgenbach

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    1. Werter Herr Van Houtte,
      Die Schärfe dieses Foto von David Hagemann ist ausgezeichnet, weil bewusst die Interaktivität, also die Beteiligung des Publikums, in den Vordergrund gerückt werden soll. (Scharfe) Bilder der Kandidaten finden sich auf der zur Meldung gehörenden Fotostrecke.
      Freundliche Grüße
      Jürgen Heck
      Online-Redaktion

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