Rivalität ja, aber keine Grabenkriege in der Altgemeinde Bütgenbach

Kommentar

In Berg, Bütgenbach und Weywertz sind die Protagonisten des Dorflebens bereit, aufeinander zuzugehen. | Foto: Lothar Klinges

Dass nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird, gehört zu den meist verwendeten Floskeln. Bei der LokalRunde am Sonntag in Weywertz hat sich jedoch herausgestellt, dass darin mehr als ein Funken Wahrheit steckt.

Ein Kommentar von Jürgen Heck

Im Vorfeld der 15. Station der GrenzEcho-Tournee durch die ostbelgischen Altgemeinden hatte sich der Eindruck verfestigt, dass zwischen den beiden großen Dörfern Bütgenbach und Weywertz fast so etwas wie tiefe Gräben liegen würden. Selbst aus dem sehr beschaulichen Berg mit seinen 388 Einwohnern wurde Kritik am vermeintlichen Ungleichgewicht der kommunalen Schwerpunktsetzung laut.

Im direkten Gespräch miteinander wurden jedoch die versöhnlicheren Töne angeschlagen. Sicherlich gibt es deutliche Unterschiede und bisweilen auch eine gesunde Rivalität zwischen den Dorfgemeinschaften. Größer sind eindeutig die Schnittmengen, die Gemeinsamkeiten, die Perspektiven, einander zu ergänzen. Die Kräfte, die sich aktiv für das Gemeinwesen einsetzen – gleich ob sie Interessengemeinschaft, Dorfgruppe oder Verkehrsverein heißen – haben ein vitales Interesse daran, im Sinne der dörflichen Lebensräume aufeinander zuzugehen.

Eine zweite Schlussfolgerung, die sich aber nicht erst seit Sonntagmittag aufzwingt, ist – am Beispiel des Appartementgebäudes neben dem Bütgenbacher Seniorenheim – das Unverständnis vieler Normalsterblicher für städtebauliche und denkmalschützende Entscheidungen. In diesem Bereich gibt es unzweifelhaft Handlungsbedarf, doch niemand will diese Rolle ernsthaft spielen.

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