Wallonische Region setzt auf Kreislaufwirtschaft

Umweltpolitik

In Sachen Plastikrecycling wird in der Wallonie bereits viel getan. Doch der Sektor soll künftig noch ausgebaut werden. | Foto: Photo News

Der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (MR) setzt auf die sogenannte Kreislaufwirtschaft. Hierfür sollen noch in diesem Frühjahr Unternehmensschecks eingeführt werden.

Die Förderung der Kreislaufwirtschaft ist der ostbelgischen Regionalabgeordneten Jenny Baltus-Möres (PFF-MR) schon länger ein wichtiges Anliegen. In einer schriftlichen Frage erkundigte sie sich nach der konkreten Umsetzung der jüngsten Empfehlung des Interregionalen Parlamentarierrates (IPR) zur Kreislaufwirtschaft. Als Mitglied des IPR hatte sie bereits im Vorfeld an dieser Empfehlung mitgearbeitet.

Für Jeholet steht fest, dass sich öffentliche Einrichtungen für die Kreislaufwirtschaft einsetzen müssen. Die Bevölkerung solle mittels Sensibilisierungsmaßnahmen vom Sinn und Nutzen einer Wirtschaft der kurzen Wege und der nachhaltigen Produkte überzeugt werden.

Neben Sensibilisierung durch öffentliche Einrichtungen und der Vergabe der eben erwähnten Unternehmensschecks für Kreislaufwirtschaft gibt es viele weitere Maßnahmen in der Wallonischen Region: Die Vereinigungen „Institut Eco-conseil“ und „Imma Terra“ entwickeln Fortbildungen zu Ökoberatern für Betriebe und Unternehmen. Zudem leisten auch sie Überzeugungsarbeit in Sachen Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit von Produkten. Ergänzend hierzu soll das Projekt NEXT der regionalen Investitionsgesellschaft der Wallonie (SRWI) vorrangig industrielle und wachsende Projekte in der Kreislaufwirtschaft unterstützen.

„Mein Interesse gilt auch und vor allem dem Plastiksektor“, so Jeholet in seiner schriftlichen Antwort. Das Recycling dieses Materials habe in der Wallonie bereits einen hohen Reifeprozess erreicht und soll zu einem noch stärkeren Wirtschaftszweig ausgebaut werden.

Bei all den Bestrebungen sollten die öffentlichen Dienste mit ins Boot genommen werden und Vorbildcharakter entwickeln. Vielsprechend klingt für Jenny Baltus-Möres in diesem Zusammenhang der „Green Deal“: Dabei geht es darum, dass Verwaltungen bei öffentlichen Aufträgen verstärkt Produkte und Dienstleistungen aus der Kreislaufwirtschaft berücksichtigen. (red)

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