Facebook-Post des Premiers ein „Schrei der Ohnmacht“

Sudan-Affäre

Der bemerkenswerte Facebook-Post von Charles Michel (MR) sei ein Schrei der Ohnmacht des Premiers, der findet, dass er in der Presse unfair behandelt wird. Dies meint zumindest der flämische Politologe Carl Devos.

„Er ist offensichtlich etwas verärgert, ja sogar frustriert über all die Berichte, in denen ihm vorgeworfen wird, Führungskraft vermissen zu lassen und nur eine Marionette der N-VA zu sein“, so der Genter Professor im flämischen Fernsehen. Entscheidend für die Autorität des Premiers könne demnächst die Frage des Atomausstiegs werden. Die N-VA ist nämlich gegen einen Atomausstieg im Jahr 2025.

Dass Michel mit einem Facebook-Beitrag auf die Polemik rund um Asyl-Staatssekretär Francken (N-VA) wegen der Abschiebung sudanesischer Migranten reagierte, löste Lob, aber auch viel Kritik aus. Barend Leyts, Sprecher des Premiers, sprach jedenfalls von einem Erfolg. „Wir wollten ein möglichst breites Publikum erreichen. Das ist uns gelungen.“

Francken selbst kritisierte in einem Zeitungsinterview mit aller Schärfe „die Hasskampagne einiger Journalisten und linker Politiker“. (gz/vrt)

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