Brüssel plant Zentrum für Drogensüchtige

Gesundheit

Das geplante Drogenzentrum will auch Heroinsüchtige medizinisch betreuen. | Foto: Reporters

Die Region Brüssel-Hauptstadt plant den Ankauf eines Gebäudes, in dem ab Ende 2018 Drogensüchtige aufgenommen werden können.

Wie die Zeitungen der Gruppe Sudpresse (u. a. „La Meuse“, „La Nouvelle Gazette“) am Samstag berichten, werde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Brüsseler Agentur für Prävention und Sicherheit geplant. Es solle eine Stätte entstehen, wo Drogensüchtige anonym und kostenlos Hilfe erhielten. Hierfür seien im Haushalt fünf Millionen Euro vorgesehen.

Das Zentrum soll neben einer Aufnahmestruktur auch medizinisch-psycho-soziale Hilfestellung leisten und Drogensüchtigen eventuell auch Kurzzeitaufenthalte ermöglichen.

Ferner werde noch geprüft, ob in dem Zentrum auch Heroinsüchtige betreut werden können, die beispielsweise eine Methadonunverträglichkeit aufweisen. Auch die Verabreichung von Heroin zu medizinischen Zwecken soll in der Einrichtung möglich sein. Hierfür muss die Föderalregierung allerdings noch grünes Licht geben. Denn ein Gesetz aus dem Jahr 1921 sieht Strafen für die Verabreichung von Heroin außerhalb des wissenschaftlich-experimentellen Rahmens vor. (belga/um)

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