OP-Patient und Randalierer attackieren Polizisten

Einsätze

Von den polizeilichen „Klienten“ in Aachen kam am vergangenen Wochenende ein Mann in die Psychiatrie, fünf wurden festgenommen. Illustrationsfoto: dpa
Von den polizeilichen „Klienten“ in Aachen kam am vergangenen Wochenende ein Mann in die Psychiatrie, fünf wurden festgenommen. Illustrationsfoto: dpa

Drei Mal schlug Polizisten bei Einsätzen in Aachens Innenstadt am Wochenende massive Gewalt entgegen. In einem Fall hatten es die Beamten mit einem offenbar psychisch Kranken zu tun, im anderen Fall mit einem stark alkoholisierten Mann und im dritten Fall handelte es sich um eine größere Schlägerei in der Pontstraße.

Von den polizeilichen „Klienten“ kam ein Mann in die Psychiatrie, fünf wurden festgenommen.

Angefangen hatte es am Freitagabend. Da kam ein Notruf aus einem Aachener Krankenhaus. Ein Patient randalierte nach einer Handoperation. Als die Polizei eintraf, war der Mann bereits außer Rand und Band. Er schlug um sich, beleidigte das Pflegepersonal und die Beamten und drohte zum Schluss, gar aus dem Fenster zu springen. Mit viel Kraftaufwand und mit Unterstützung herbeigerufener Kollegen, gelang es, dem Mann Handschellen anzulegen. Schmerzempfinden hatte der 24-jährige Patient offenbar nicht. Die Beamten wurden mehrfach von Faustschlägen und Tritten getroffen. Sie blieben aber unverletzt. Der 24-jährige Mann aus Würselen kam im Anschluss in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses.

Nur wenige Stunden später, um 2 Uhr am Samstagmorgen, der Einsatz in der Innenstadt: „Drohende Schlägerei bei einer Geburtstagsfeier!“ Hauptdarsteller hierbei ein 25-jähriger Mann aus Aachen. Der Gast hatte im Laufe der Fete wohl einige alkoholische Getränke zu viel zu sich genommen und sich mit den meisten der anwesenden weiblichen Gäste überworfen. Schließlich sollte er die Feier verlassen – was er aber nicht tat. Deshalb auch hier der Ruf nach der Polizei.

Schmerzempfinden hatte ein 24-Jähriger offenbar nicht. Die Beamten wurden mehrfach von Faustschlägen und Tritten getroffen.

Die Beamten wurden sogleich vom Hauptdarsteller mit Schimpfkanonaden empfangen. Als der Störenfried in die polizeiliche Obhut sollte, schlug und trat er nach den Beamtinnen und den Beamten. Sein Versuch, sich mit Kopfstößen zu wehren, schlug fehl. Auch er wurde gefesselt und zur Wache gebracht. Dort entnahm ein Arzt dem 25-Jährigen eine Blutprobe.

Am frühen Sonntagmorgen dann der Einsatz in der Pontstraße, Ecke Kreuzherrenstraße. Hier hatten sich zwei Gruppierungen, offenbar türkischer und deutscher Herkunft – jedenfalls keine Rocker – in die Haare bekommen und aus nicht bekannten Gründen bereits wüst geschlagen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren bereits heftig angegangen worden, als sie versucht hatten, die Streitigkeiten zu schlichten. Auch die Polizei, die daraufhin mit mehreren Streifenwagen anrückte, wurde sofort von einigen Männern angegriffen.

Die Beamten setzten darauf hin Schlagstöcke und Reizgas ein. Gemeinsam mit Beamten der Bundespolizei gelang es, vier Männer, die sich als Hauptaggressoren hervortaten, festzunehmen. Die Festgenommenen sind zwischen 29 und 34 Jahre alt. Drei von ihnen wohnen in Gelsenkirchen, der andere Festgenommene ist aus Aachen. Einer von ihnen stand unter Drogeneinfluss. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Gegen alle, die Widerstand gegen Polizisten begangen haben, wurden Strafverfahren eingeleitet, unter anderem auch wegen Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung und Beleidigung. Ein Polizist wurde bei den Auseinandersetzungen so verletzt, dass er ärztlich behandelt werden musste, aber weiter Dienst machen konnte. Andere Ordnungshüter trugen Schrammen davon. (red)

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