Islam-Partei will in Lütticher Gemeinden antreten

Kommunalwahlen

Vertreter der Islam-Partei. Ganz links erkennt man Redouane Ahrouch, Zweiter von rechts ist Talal Magri. | Foto: Facebook

Mit einer muslimisch geprägten Kandidatenliste will eine neue politische Kraft bei den Kommunalwahlen für Schlagzeilen sorgen. Die Islam-Partei, so der Name, hat in dieser Woche angekündigt, in mindestens sechs Gemeinden in der Provinz Lüttich antreten zu wollen.

Während die Islam-Partei bei den letzten Gemeindewahlen 2012 bereits zwei Sitze in

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?

REGISTRIERUNG für neue Nutzer

Neu hier? Testen Sie 14 Tage lang unser Angebot kostenlos und unverbindlich, indem Sie sich registrieren
Registrieren
  1. Leider wird dieser Bericht auf Facebook missbraucht, um rassistische Meinungen zu äussern. Vor Beleidigungen wird nicht zurückgeschreckt.

  2. Das kann man nur gut heißen. Allerdings befürchte ich, dass diese Partei extrem frauenfeindlich sein wird und wohl keine Frau auf ihrer Liste haben wird, oder wenn, dann bestimmt nicht auf den vorderen Listenplätze.

    1. Das wird so wohl nicht möglich sein, Herr Keutgen, denn in Belgien gibt es Gesetze betreffs der Anzahl Frauen und der Reihenfolge Männer/Frauen auf den Listen.
      Allerdings wird diese „Partei“ – falls die Liste denn überhaupt anerkannt wird – bis zu den Wahlen noch so manche Provokation loslassen. Hauptsache, man redet drüber. Wird sie nicht anerkannt, wird man sich diskriminiert geben und dann ist mit entsprechenden Protesten – „brav“ oder nicht – zu rechnen. Ein ganz heißes Eisen für unsere Zukunft !!

  3. wenn sich menschen für die gesamtgemeinschaft politisch engarieren, ist das vom grundsatz jedem freigestellt. Ich habe nichts gegen jedweden, wenn sein handeln von einer heilslehre beeinflusst ist.
    Aber…..
    politik und glaube sind in unserem politischen system seid dem mittelalter aus gutem grund getrennt und das muss so bleiben

    Extremisrten bzw. vorbestrafte, haben an entscheidungen der gesamtgesellschaft keinen einfluss zu haben. Egal, ob oder welchen glauben man vertritt.

    1. „politik und glaube sind in unserem politischen system seid dem mittelalter aus gutem grund getrennt“

      Wo haben Sie das denn her?

      Seit dem Mittelalter getrennt? Selbst heute sind sie das nicht, zumindest in Belgien:

      – Das Prinzip der „anerkannten Kulte“.
      – Gehälter und Pensionen des Klerus werden vom Staat bezahlt. (Der Löwenanteil dieses Budgetpostens im Justizministerium (!) geht an die katholische Kirche).
      – Das eventuelle Defizit der Kirchenfabriken trägt die Öffentliche Hand.
      – Te Deum am Nationalfeiertag.
      – Bezuschussung des freien Unterrichtswesens.
      – Organisierter Religionsunterricht an den Staatsschulen (Schulpakt).
      – Laut Protokoll rangiert in Belgien der Kardinal an der Spitze der Rangordnung, direkt nach dem Staatsoberhaupt.
      – Dasselbe Protokoll nennt an zweiter Stelle den Doyen des diplomatischen Korps, traditionell ist das der Apostolische Nuntius.
      – „C“SP! Katholiken und Liberale haben Jahrzehnte lang im Clinch gelegen.

      Belgien definiert sich als „neutral“ in religiösen Fragen, Frankreich dagegen explizit als „laizistisch“ mit strikter Trennung von Staat und Religion.

      Und Deutschland?
      Genügt folgendes Zitat aus der Präambel des Grundgesetzes?
      „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,…“

      Zum Thema:
      Was den Christen („CSP“) billig ist, kann man den Muslimen schlecht verwehren, unter einer Bedingung: dass sie sich an Recht und Gesetz halten.

  4. @Norbert Schleck

    ich habe nicht behauptet, das es keinerlei zusammenhänge zwischen politik und klerus gibt.
    Nehme aber an, das sie sehrwohl wissen, WIE ich das gemeint habe, darum versuche ich jetzt nicht weiter zu detailieren :-)
    Aber mal was anderes.
    Was sie antworteten, haben sie sich ja nicht aus dem Ärmel geschüttelt.
    DAS WAR VORBEREITET.
    Warum?

    1. Sie haben behauptet, Politik (= Staat) und Glaube (= Religion) seien bei uns „seit dem Mittelalter“ getrennt, ohne dass Sie dafür irgendeinen Beweis geliefert hätten.

      Im Gegensatz zu Ihnen habe ich anhand von mehreren Beispielen gezeigt, dass es selbst heute noch immer vielerlei Verbindungen zwischen den beiden gibt, auch wenn man hierzulande nicht mehr von einer Staatskirche sprechen kann, im Gegensatz etwa zu England (Queen Elizabeth!) oder zu Griechenland, wo die orthodoxe Religion qua Verfassung den Rang einer Staatsreligion hat und es z.B. eine (fakultative) Zivilehe erst seit 1982 gibt.

      Nein, ich verstehe nicht, „WIE“ Sie das gemeint haben. Auf Ihre Erläuterungen und die Belege zu Ihrer Aussage bin ich gespannt.

      Und nochmal nein, ich habe mir meine Antwort nicht „aus dem Ärmel geschüttelt“, sondern nur ein wenig auf Google recherchiert. Das würde ich Ihnen auch anraten.

      „DAS WAR VORBEREITET. Warum? »

      Ich darf mir verbitten, von Ihnen angebrüllt zu werden. Wer in einem Forum mit Großbuchstaben schreibt, will seinen Diskussionspartner anschreien.

      Im Übrigen freut es mich, dass Sie mir hellseherische Fähigkeiten zutrauen, da ich Ihrer Meinung nach eine Antwort auf Ihren Beitrag verfasst hätte, bevor Sie ihn veröffentlicht haben. Im Ernst?

  5. Herr Schleck, Sie scheinen jemand zu sein der immer Recht haben will und allwissend ist. Verschonen Sie uns bitte mit ihren Belehrungen und diffamieren sie nicht ständig Leute die nicht ihrer Meinung sind.

    1. Nein, ich will durchaus nicht immer Recht behalten, darf aber darauf bestehen, dass jemand, der hier eine Aussage macht, diese auch belegen kann. Oder ist das zu viel verlangt?

      Allwissend bin ich auch nicht, sondern recherchiere im Internet. Ist das unerwünscht?

      „Verschonen Sie uns bitte…“
      Wer sind Sie denn, dass Sie mir den Mund verbieten wollen? Ist das Ihre Ansicht von Meinungs- und Redefreiheit?

      Ist ein Austausch von Argumenten, eine „Diskussion“ also, eine „Belehrung“? Inwiefern? Es steht hier in diesem Falle Herrn Gast frei, seinerseits zu „belehren“…

      “ diffamieren sie nicht ständig Leute die nicht ihrer Meinung sind.“
      Ach so, man darf Leuten, deren Meinung man nicht teilt, nicht widersprechen, um sie nicht zu „diffamieren“?

      Tolle Ansichten haben Sie! Damit stehen Sie aber leider nicht allein da.

  6. Werter Robert Gielen,
    ich bin Herrn Schleck dankbar, dass er mit dazu beiträgt, falsche Behauptungen in diesem Forum mit Fakten richtig zu stellen und oberflächlichen Darstellungen und undifferenzierter Meinungsmache eine sachliche und dezidiert humanistische Sichtweise gegenüberstellt.
    Was soll daran bitte diffamierend sein?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.