Neue Entwicklung im „Fall Lenaerts“: Weitere Festnahme in Deutschland

Kriminalität

In diesem Haus fand das Verbrechen statt. | Foto: GrenzEcho

In dem Fall des am vergangenen Samstag in seiner Eupener Wohnung erschlagen aufgefundenen Joseph Lenaerts hat es eine weitere Festnahme gegeben. Das bestätigte am Freitag der Prokurator des Königs am Gericht Erster Instanz, Andrea Tilgenkamp.

Von Werner Keutgen

Zudem wurde der Haftbefehl gegen die am Tag nach dem Auffinden der Leiche festgenommene Person um einen Monat verlängert. Bei dieser Person handele es sich um die 48-jährige Lebensgefährtin des Opfers, die mit ihm zusammen wohnte, so Andrea Tilgenkamp.

Die zweite Festnahme erfolgte in Deutschland, nachdem die Eupener Untersuchungsrichterin einen europäischen Haftbefehl erlassen hatte.

Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen jüngeren Verwandten der Lebensgefährtin des Opfers. Seit Wochenmitte sitzt er in einem nordrhein-westfälischen Gefängnis in Auslieferungshaft.

Ein klares Geständnis oder klare Aussagen bezüglich des Tathergangs gebe es bislang nicht, so Andrea Tilgenkamp. Vielmehr komme es mit jeder Vernehmung zu weiteren Widersprüchen, ohne eine klare Version. Man sei dabei, „ein Puzzle zusammenzutragen“, doch habe die Fülle der Indizien immerhin zu einer Bestätigung des Haftbefehls gereicht.

„Ein großes Fragezeichen“ sei auch weiterhin das Tatmotiv. Hier bewege man sich im Bereich der – nicht für die Öffentlichkeit bestimmten – Vermutungen. Die Tatwaffe, eine Axt, konnte noch nicht gefunden werden.

Dass es in diesem Fall zu weiteren Festnahmen kommen könnte, wollte der Prokurator nicht ausschließen. Nach der Auslieferung des in Deutschland Festgenommenen werde man weitersehen.

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