Eupener PFF schlägt für 2018 plakatlosen Wahlkampf vor

Kommunalwahlen 2018

Wurde im Oktober im Alten Schlachthof als Spitzenkandidat der Eupener PFF bei den Kommunalwahlen 2018 präsentiert: Philippe Hunger. | Foto: Foto: Helmut Thönnissen

Schon Wochen vor jeder Wahl lächeln sie von Bäumen, Plakatwänden und Litfaßsäulen: die Spitzenkandidaten aller politischen Parteien. Doch das könnte sich bei den anstehenden Kommunalwahlen im nächsten Jahr in Ostbelgien ändernzumindest in Eupen.

Denn die Eupener PFF um Spitzenkandidat Philippe Hunger schlägt vor, im Kommunalwahlkampf auf Plakate zu verzichten, und das parteiübergreifend. „Sie verunstalten das Landschaftsbild und sind alles andere als umweltfreundlich“, heißt es in einer Pressemitteilung, die das GrenzEcho am Mittwochmorgen erhalten hat. Darüber hinaus sei der Kostenaufwand „enorm“ und außerdem könne das Geld „sinnvoller“ genutzt werden. Als Beispiel führt die Lokalsektion Spenden für gute Zwecke ins Feld.

„Ein gleichberechtigter Wahlkampf setzt natürlich voraus, dass alle Parteien auf das Plakatieren verzichten“, lässt die Eupener PFF abschließend verkünden. (red/calü)

  1. Dieser Vorschlag ist ein alter Hut.
    Ein „gleichberechtigter“ Wahlkampf würde aber auch bedeuten, dass alle Parteien, die gleichen finanziellen Mittel in Wahlwerbung, Wahlveröffentlichungen, Wahlanzeigen, … investieren.
    Die Wahlplakate waren für kleine, finanzschwache Parteien ein Mittel, zumindest ein Mindestmaß an Präsenz zu zeigen. Die Aussage, dass der Kostenaufwand enorm sei ist schlichtweg falsch, verglichen mit den Kosten, die Wahlanzeigen in der Zeitung oder Werbeblättern verursachen.
    Die Umwelt- und Landschaftsschutzaspekte sind nicht von der Hand zu weisen. Aber auch Zeitungsanzeigen verbrauchen Ressourcen und Plakate halten niemand davon ab, zu spenden.
    Der Vorschlag der PFF allein auf die Wahlplakate bezogen ist ein vergiftetes Angebot.

    1. Ihre Argumentation ist wirklich überzeugend. Und dies von einem Vorstandsmitglied der PFF…
      Bevor sie Herrn Hunger zum Bürgermeister küren, würde ich erst mal das Votum der Wähler abwarten. Bis dahin können sie noch zahlreiche „vorausschauende“ Vorschläge entwickeln, um auf Stimmenfang zu gehen. Denn offensichtlich geht es ja nur darum.

    2. Sehr guter und vorausschauender Vorschlag von … einem aktuellen Opportunisten, der genau diesen Vorschlag vor 6 Jahren abgelehnt hat. Hauptsache, mal wieder in der Zeitung; da kann man nur sagen: „zu früh“. Aber von der Seite ist noch einiges zu erwarten, denn Knete in dieser Partei immer genug dagewesen …

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