CSP Ostbelgien will Sommerferien verlagern, um Eltern zu entlasten

Betreuung

Schüler lieben sie, für Eltern sind sie oft ein Krampf: die Sommerferien. Weil die Ferien in der Regel länger sind als Urlaubstage vorhanden sind, muss eine Betreuung für die Kleinen her. Die CSP Ostbelgien schlägt daher vor, zwei Wochen der Sommerferien zu verlagern und jeweils eine Woche auf die Karnevals- und Allerheiligenferien zu verteilen.

Wer nicht gerade in der glücklichen Situation ist, seine Kinder während der acht Wochen dauernden Sommerferien von den Großeltern betreuen zu lassen, dem bleiben oft nur teure Alternativen wie Sommerlager. Durch eine Verlagerung der Sommerferien, so der Vorschlag der CSP Ostbelgien, sollen Familien entlastet werden. Außerdem habe die lange Sommerperiode zur Folge, dass „die Lehrer die undankbare Aufgabe haben, die verschwundenen Kenntnisse der Schüler mühsam wieder auszugraben“.

Mit ihrem Vorschlag hat die CSP auf Facebook für ordentlich Diskussionsstoff gesorgt. Die Meinungen zum Thema sind geteilt. Ein User schreibt: „Die Sommerferien zu verkürzen finde ich gut. Wenn man die Ferien dann aber verlagert, bleibt für die Eltern das Problem bestehen : wohin mit den Kindern wenn sie arbeiten müssen.“ (red)

  1. Die CSP gräbt eine uralte (aber gute) Idee aus, von der sie nichts hören wollte, als sie noch den Unterrichtsminister stellte. Genau wie von der „täglichen Bewegungseinheit“ für alle Schulkinder, die nach einer erfolgreichen Pilotphase genauso erfolgreich eingeschläfert wurde.
    Im Rahmen der Diskussion um mehr Bewegung und Rhythmisierung der Lernzeiten wies ein Arbeitspsychologe darauf hin, dass erst nach einer Woche Urlaub die Erholungsphase beginnt, und daher die einwöchigen Ferien ihren eigentlichen Sinn nicht richtig erfüllen können.
    Von daher aus meiner Sicht ein guter Vorschlag, den Jahreskalender von Schülern und Lehrern zu überdenken.
    Aber dabei die Entlastung der Eltern vorzuschieben, ist kein vorzeigbares Argument, wie auch schon im Artikel angesprochen wurde, da sich die Gesamtanzahl der Ferientage nicht verändert, und sich auch nicht verändern sollte.
    Sport- und Ferienlager, aber auch die außerschulischen Betreuungen, die Lager der Jugendorganisationen nicht zu vergessen, sind brauchbare und in der Regel auch bezahlbare Alternativen, von daher stimmt auch das mit den „teuren“ Sommerlagern aus meiner Perspektive nicht.

  2. Man könnte doch auch die Schule während den Ferien, Samstags und an Mittwochnachmittage weiter laufen lassen. Hierfür bräuchte man nicht einmal mehr Personal. Es würde genügen, wenn die Lehrer anstelle von 24 St/Wo 36St/Wo arbeiten würden und an Stelle von 70 fixen, 32 frei wählbare Urlaubstage bekämen. Lehrer bräuchten dann nicht mehr für die
    « Arbeitslose Zeit » beiseite zu legen und würden etwas mehr verdienen und könnte auch ausserhalb der Hauptreisezeit Urlaub machen. Da die Schüler eh im neuen System in ihrem Rhythmus lernen sollen, können deren Eltern deren freie Tage entsprechend ihrem eigenen Urlaub und Arbeitszeiten planen. Nachhilfeunterricht bräuchte man auch nicht zu zahlen, da ja ständig Lehrer in der Schule zur Verfügung stehen.
    Es müsste lediglich ein neuer zentraler Dienst geschaffen werden, der die komplette Unterrichtsvorbereitung und sämtliche Klausuren/Prüfungen/Abfragen und Aufgaben/Arbeiten plant und verbessert.

  3. Herr Keutgen, Sie hätten Lehrer werden sollen. Warum nicht gleich 40 Stunden in der Woche arbeiten und keine freien Tage, dafür aber 100€ Stundenlohn. Damit wären alle Probleme gelöst!

    1. Aber genau dies wird von ALLEN anderen verlangt … sorry … nicht alle.
      Von Krankenpflegern zum Beispiel nicht, von diesen verlangt man dies zusätzlich auch Nachts … für weniger Lohn/Gehalt übrigens.

  4. Da haben Sie den einzigen Beruf genannt, der wie der Lehrerberuf unterbezahlt ist. Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Vielleicht hätten Sie noch den Beruf des Politikers erwähnen sollen. (Das war aber jetzt Ironie und ein Affront für alle Menschen, die arbeiten.)

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