Tihange: Hendricks wirft Laschet Populismus vor

Atomkraft

Menschenketten-Protest gegen die Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 am 25. Juni. | Foto: belga

Die deutsche Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wegen seiner Äußerungen zum Kernkraftwerk Tihange Populismus vorgeworfen.

Das berichtet die „Rheinische Post“ (Freitag) und beruft sich auf einen Brief Hendricks an den Regierungschef, der dem Blatt eigenen Angaben zufolge vorliegt. „Es ist bedauerlich, dass Sie mit Ihren populistischen Äußerungen dazu beigetragen haben, den Menschen vor allem in der Aachener Region Hoffnung zu machen, die niemand erfüllen kann“, schreibt Hendricks darin.

Sie bezieht sich dabei auf einen sogenannten Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von CDU und FDP für das Landesparlament. Darin rufen sie das Bundesumweltministerium dazu auf, Transporte von Brennelementen nach Tihange zu stoppen. Hendricks solle alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, bereits erteilte Genehmigungen für Lieferungen von Brennelementen zurückzunehmen. Hendricks weist das erneut zurück. Es habe Laschet bekannt sein müssen, dass es keine rechtlich belastbare Grundlage für einen Exportstopp gebe, schreibt Hendricks. „Ebenso klar hätte Ihnen sein müssen, dass ein solcher Lieferstopp aus Deutschland keineswegs zur Stilllegung der betroffenen Atomanlagen in Belgien führen würde.“ CDU und FDP hatten vor wenigen Wochen noch vor der Bildung der neuen schwarz-gelben Landesregierung angekündigt, die finanzielle Beteiligung Nordrhein-Westfalens an den belgischen Reaktoren beenden zu wollen. NRW ist indirekt über seinen Pensionsfonds an den umstrittenen Kernreaktoren beteiligt. (dpa)

  1. So wie bei vielen Miethaien, welche Aktien notiert sind stecken ebenfalls Pensionfonds drinnen. Und Otto Normalo kann zusehen wie er mit den ständig steigenden Mieten klar kommt.

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