Elf Verletzte bei Angriff auf US-Uni

Amoklauf

Ein Student fährt mit dem Auto in eine Gruppe von Menschen auf dem Campus. Dann zückt er ein Messer und sticht auf Umstehende ein. Elf Menschen werden verletzt. War es eine Terror-Akt?

Nach der Attacke an einer Universität im US-Bundesstaat Ohio suchen die Ermittler nach dem Tatmotiv. Die Polizei untersuche auch Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, berichteten Medien unter Berufung auf Ermittler. Für konkrete Aussagen sei es aber noch zu früh, sagte der Chef der Uni-Polizei Craig Stone demnach auf einer Pressekonferenz. Doch klar sei: „Das war Absicht.“

Ein Student der Ohio State University war am Montag zunächst in eine Gruppe Fußgänger auf dem Campus in Columbus gefahren. Danach stieg er aus dem Wagen und griff Umstehende mit einem Schlachtermesser an. Elf Menschen wurden verletzt. Der Angreifer wurde nach Behördenangaben binnen weniger als einer Minute von einem herbeigeeilten Polizisten erschossen.

Der Angreifer wurde nach Behördenangaben binnen weniger als einer Minute von einem herbeigeeilten Polizisten erschossen.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich Ermittlern zufolge um den aus Somalia stammenden Abdul Razak Ali. Sein genaues Alter war zunächst nicht bekannt. Berichten zufolge soll er höchstens Mitte 20 gewesen sein. Der Sender CNN meldete unter Berufung auf einen Ermittler, der Mann sei 2014 über Pakistan in die USA gekommen.

Ob es Mittäter gab, war zunächst unklar. Auch die Bundespolizei FBI untersucht den Fall.

Nach Medienberichten hatte der Mann wenige Minuten vor seiner Attacke eine gegen die USA gerichtete politische Botschaft auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Darin habe er die USA aufgefordert, ihre Einmischung in muslimischen Staaten zu beenden.

Die Universitätsleitung hatte am Morgen über Twitter eine Warnung herausgegeben.

„Wir sind nicht schwach, denkt daran“, schrieb er laut ABC. „Wir werden euch nicht schlafen lassen, ehe ihr den Muslimen nicht Frieden gewährt.“ Inzwischen sei die Seite aber blockiert.

Die Universitätsleitung hatte am Morgen über Twitter eine Warnung herausgegeben. Die Studenten auf dem Campus sollten fliehen, sich verstecken und kämpfen. Der Unterricht fiel am Montag aus. Am Dienstag sollten Seminare und Vorlesungen wieder stattfinden. An der Ohio State University gibt es derzeit rund 66.000 Studierende.

Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, sprach auf Twitter sein Mitgefühl aus. „Meine Gedanken sind bei den Opfern des Angriffs“, sagte Kasich und bedankte sich für schnelle und professionelle Hilfe der Einsatzteams.

Die Liste von Gewalttaten auf Schulhöfen und Universitätsgeländen in den USA ist lang. Jedes Jahr werden mehrere Vorkommnisse gemeldet, bei denen Menschen verletzt oder getötet werden. (dpa)

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