Zeltverleih an Jugendgruppen: Weykmans sieht kein Problem

Sommerlager

Die Deutschsprachige Gemeinschaft wird nächstes Jahr neue Anschaffungen tätigen, um ausgediente Zelte zu ersetzen und dem angemeldeten Bedarf nachzukommen. | Foto: GrenzEcho

Jugendministerin Isabelle Weykmans (PFF) sieht in der aktuellen Praxis des Zeltverleihs an Jugendgruppen kein Problem.

Im PDG-Ausschuss hatte der Ecolo-Parlamentarier Marc Niessen in dieser Woche von einem Engpass gesprochen. „Es stehen den Jugendorganisationen über die Materialausleihe für 2018 insgesamt 55 Senior- und zwei Juniorzelte zur Verfügung. Die Materialausleihe verfügt selber über fünf Senior- und zwei Juniorzelte. Die restlichen 50 Seniorzelte kommen über die Materialausleihe Nannine von der Französischen Gemeinschaft. Aus dem Abkommen mit dem Verteidigungsministerium können wir aktuell keine weiteren Zelte anfragen“, rechnete Weykmans vor. In ihren Augen ist eine mögliche Bezuschussung des Zeltankaufs – wie von Niessen angeregt – keine Lösung: „Im Sinne der Gleichbehandlung und Chancengleichheit der Jugendgruppen optiere ich weiterhin für eine zentrale Lösung über die Materialausleihe. Dort stehen die Zelte allen Organisationen gleichermaßen zur Verfügung“, erklärte sie. Die Planung zur Verteilung der Zelte erfolge über das Jugendbüro in Absprache mit den Jugendorganisationen. Die Bezuschussung von Zeltankäufen käme hingegen nur einzelnen Jugendorganisation zugute. „Hinzu kommt, dass der Ankauf von Zelten nicht von allen Jugendgruppen gleichermaßen getätigt werden kann, da mit dem Ankauf von Zelten ein großer logistischer Aufwand einhergeht. Es ist erforderlich, die Zelte über den Winter zu lagern. Vor und nach der Nutzung der Zelte im Sommer muss jedes Mal eine Inspektion erfolgen und eventuelle Instandsetzungsarbeiten gewährleistet werden sowie eine fachmännische Trocknung. Zudem verfügen die Zelte nur über eine begrenzte Haltbarkeit“, so Weykmans. Es fehlten mitunter praktische Ressourcen und finanzielle Mittel.

Die Materialausleihe gewährleiste hingegen die Erfüllung der Kriterien. Die Deutschsprachige Gemeinschaft werde nächstes Jahr neue Anschaffungen tätigen, um ausgediente Zelte zu ersetzen und dem angemeldeten Bedarf nachzukommen. Aber schon heute ständen genügend Zelte zur Verfügung. Die Zahlen zeigten allerdings eine hohe Fluktuation des Bedarfs. „Dieser aktuelle Sachstand ist Tagesgeschäft, und wie in jedem Jahr wird man dies auch in den weiteren Planungen klären können.“ Dass Zelte gerade in den Sommermonaten stark beansprucht werden, liege in der Natur der Sache: „2018 werden insgesamt 1.615 Zelte benötigt. Auf den Gesamtzeitraum von acht Wochen verteilt entspricht dies 28 Zelten pro Tag. Rein quantitativ ist der Bedarf mit 57 Zelten also mehr als gedeckt. Die Zahlen zeigen deutlich, dass eine verbesserte Absprache zwischen den Jugendorganisationen zu einer deutlichen Entspannung der Situation beitragen könnte. Auf Grundlage der aktuellen Zahlen besteht im Juli durchschnittlich ein Bedarf von knapp 40 Zelten pro Tag, was auch mit den vorhandenen Zelten abgedeckt werden kann.“ Absprachen seien momentan in vollem Gange, „sodass davon auszugehen ist, dass es auch in diesem Jahr kein Problem geben wird“, hielt Weykmans fest. (sc)

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