Zeitumstellung: Michel will sich mit Benelux-Staaten abstimmen

Debatte

Belgiens Premierminister Charles Michel | Foto: belga

Noch stellen alle EU-Bürger die Zeit im März eine Stunde vor und im Oktober eine Stunde zurück. Damit könnte schon im kommenden Jahr Schluss sein – zumindest wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht.

„Die Zeitumstellung gehört abgeschafft“, sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Mittwoch in Straßburg. Seine Behörde legte einen Gesetzesvorschlag vor, nach dem im März 2019 zum letzten Mal verpflichtend alle EU-Staaten an der Uhr drehen müssten. Voraussetzung ist, dass das Europaparlament und die EU-Staaten dem Vorschlag der Kommission bis spätestens März 2019 zustimmen. Die Länder könnten dann selbst entscheiden, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit haben.

Für Belgiens Premier Charles Michel (MR) Grund genug, das Gespräch mit den Niederlanden und Luxemburg zu suchen, um sich abzustimmen. Denn „es wäre absurd, innerhalb der Benelux-Staaten unterschiedliche Zeitzonen zu haben. Daher möchte ich meine Kollegen am Rande der nächsten Tagung des Europäischen Rates treffen“, so Michel am Samstag.

Charles Michel möchte zudem auch die breite Öffentlichkeit zu diesem Thema konsultieren. „Wie wir das machen werden, müssen wir noch untersuchen“, so ein Sprecher des Premierministers. (calü/dpa)

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