Rekord: Mehr als 12.000 Flüchtlinge anerkannt

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Illustration | Foto: dpa

Im vergangenen Jahr sind in Belgien insgesamt 12.197 Asylbewerber als Flüchtlinge anerkannt worden. Eine Rekordanzahl, wie Inlandszeitungen berichten. 2015 waren es 6.757, 2014 nur 4.805.

Das Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose (GKFS) entschied 2016 über 22.207 Asylanträge – eine Folge des massiven Flüchtlingsstroms im Jahr zuvor. 15.478 Asylbewerber erhielten Schutz: Entweder sie wurden als Flüchtling anerkannt (12.197) oder es wurde ihnen subsidiärer Schutz gewährt (3.281), wie der Jahresbilanz des GKFS zu entnehmen ist. Die meisten anerkannten Flüchtlinge stammen aus Syrien (5.436), Irak (2.742) und Somalia (769). Auch sind es Syrer, denen am häufigsten subsidiärer Schutz gewährt wurde (1.615), gefolgt von Afghanen (830) und Irakern (556).

Im vergangenen Jahr wurden noch gut 18.000 Anträge auf Asyl gestellt, das waren deutlich weniger als im Vorjahr mit 44.700.

Eine weitere Jahresbilanz, die jetzt bekannt wurde, betrifft die Rückführungen. Fast 1.600 Strafgefangene, die nicht über eine Aufenthaltsgenehmigung in Belgien verfügten, wurden nach Angaben von Asyl-Staatssekretär Theo Francken (N-VA) in ihr Heimatland abgeschoben. „Mehr als vier Abschiebungen täglich.

Eine gute Sache, um der Überbelegung der belgischen Gefängnisse entgegenzuwirken“, so Francken, der die Zusammenarbeit mit den Diensten des Justizministeriums lobt. Abgeschoben wurden vor allem Marokkaner, Rumänen und Albaner. (gz/belga)

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