Achte Generation des 911

Automobil

Die neue Generation des Porsche-Klassikers 911 feiert in den USA Weltpremiere. | Foto: Thomas Geiger/dpa

Porsche zeigt den neuen 911 jetzt auf der LA Auto Show in Los Angeles. Die achte Generation des Sportwagens startet ausschließlich als Carrera S mit 331 kW/450 PS und kann ab 120 125 Euro bestellt werden, teilte der Hersteller mit. Die Auslieferung soll im ersten Quartal 2019 beginnen.

Das ikonische Design des Coupés haben die Schwaben dabei nur vorsichtig weiterentwickelt. Allerdings wird der Wagen etwas breiter, steht nun erstmals auf Mischbereifung und bekommt neue Details wie bündige Türgriffe oder den dreidimensionalen Porsche-Schriftzug im durchgehenden Rückleuchtenband unter dem ausfahrbaren Heckflügel.

Den Antrieb übernimmt ein weiterentwickelter Sechszylinder-Boxermotor. Das Turbot-riebwerk, das mit einer neuen achtstufigen Doppelkupplung kombiniert und auf Wunsch auch mit Allradantrieb geliefert wird, leistet nun 332 kW/450 PS und ist damit 22 kW/30 PS stärker als bisher. So schafft der Carrara S den Sprint von 0 auf 100 km/h im besten Fall in 3,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 308 km/h, und den Verbrauch gibt Porsche mit 8,9 Litern (205 g/km CO2) an.

„Kalifornien ist der ideale Ort, um den neuen Elfer vorzustellen. Für Porsche ist Kalifornien seit Jahrzehnten wie eine zweite Heimat,“ sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG: „Die achte Generation des 911 ist noch leistungsstärker, noch emotionaler und noch effizienter als seine Vorgänger – mit umfangreichen digitalen Features. Und trotz aller Neuerungen bleibt der Elfer, was er von Anfang an war: ein puristischer Sportwagen, das pulsierende Herz von Porsche. Unsere Ikone.“

In der Digitalisierung macht der 911 mit permanenter Konnektivität sowie neuen Funktionen und Diensten den nächsten Schritt in die Zukunft. Das PCM umfasst unter anderem serienmäßig eine Schwarmdaten-basierte Online-Navigation und Porsche Connect Plus

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt schlägt die Geburtsstunde einer Legende. Es ist der 12. September 1963: Porsche präsentiert den mit Spannung erwarteten Nachfolger des 356 – jenes Sportwagens, mit dem 15 Jahre zuvor im österreichischen Gmünd die Markengeschichte des Automobilherstellers begonnen hatte. Der Ur-Elfer, zunächst 901 benannt, wird bis zu seiner Ablösung 111.995 Mal gebaut.

Zehn Jahre später – 1973 – startete der 911 der G-Serie mit den tiefgreifenden Veränderungen. 198.496 Porsche 911 der G-Serie entstehen bis 1989.

Der Nachfolger, intern Typ 964, genannt, kommt schon 1988 auf den Markt. Wie fortschrittlich der neue Elfer ist, zeigt gleich die erste Modellvariante der Generation 964: An Bord des Carrera 4 zieht erstmals der Allradantrieb in die Baureihe ein. Konzipiert hatte Porsche ihn für den Hochleistungs-Sportwagen 959. Der 911 Carrera 2 mit Heckantrieb folgt 1989. Zeitgleich feiern neben dem Coupé auch die Cabriolet- und Targa-Versionen ihr Debüt.

Die vierte Generation des Elfers, der Typ 993, gehört zu den begehrenswertesten Ausführungen. Porsche bietet ihn zunächst nur als Coupé und Cabriolet an.

Der Targa debütiert erst 1995, dafür aber mit einem neuen Konzept: Statt eines herausnehmbaren Dachteils besitzt er ein großflächiges Glasdach, das elektrisch unter der Heckscheibe abtauchen kann.1998 endet nach 68.881 produzierten Fahrzeugen auch das Kapitel der luftgekühlten Motoren.

Eine Million Serien-Elfer

Mit der fünften Generation des 911 wagt Porsche ab 1997 den Bruch mit der Luftkühlung. Der Typ 996 stellt die größte Zäsur im Stammbaum des Klassikers dar. Erst 2005 endet die Produktion. Mit 175.262 Einheiten ist der Typ 996 das lange verkannte Erfolgsmodell in der mehr als 40-jährigen Geschichte des 911.

Als Typ 997 präsentiert sich der Porsche 911 ab 2004 so vielfältig wie nie zuvor: Er steht als Coupé und Targa, Cabriolet und Speedster, mit Heck- und Allradantrieb, schlanker und verbreiteter Karosserie, mit wassergekühlten Saug- und Turbomotoren, als GTS sowie in den Sportversionen GT2, GT2 RS, GT3 und gleich zwei GT3 RS-Ausführungen zur Wahl. Inklusive Sondermodellen erreicht das Angebot 24 Modell-Varianten – ergänzt durch zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Mit 213.004 Exemplaren stellt die sechste Generation des 911 wieder einen Produktionsrekord auf.

Ab 2011 verkörpert der Typ 991 die bislang höchste Entwicklungsstufe des Porsche 911. Er spiegelt auf besondere Weise ein Leitmotiv des Sportwagenherstellers wider: das Streben nach bestmöglicher Effizienz. Bis zum 31.10.2018 wurden 217.930 Exemplare gebaut.

Insgesamt produzierte Porsche seit dem Debüt 1963 bislang 1.049.330 Serien-Elfer. (dpa, Porsche)

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