Preisanstieg im Vorjahr real

Entwicklung

Zahlreiche namhafte Aussteller (teils auch mit internationaler Ausstrahlung) nutzen die Messe in Brussels Expo zur Präsentation ihrer Neuheiten.

Um knapp fünf Prozent ist der Erstehungspreis für ein Haus in Belgien im Vorjahr im Schnitt gestiegen, präzise: 4,7 Prozent. Umgelegt in Zahlen bedeutet dies 251.584 €, die ein Interessent durchschnittlich für den Erwerb eines Eigenheims „hinblättern“ musste. Ein Plus von 11.200 € gegenüber dem Jahr 2017.

Zahlen, die aus dem jüngsten „Baromètre des Notaires“ hervorgehen, das die Vereinigung eingangs dieser Woche veröffentlichte. Ein nie registrierter Zuwachs seit Beginn der statistischen Erhebungen vor zwölf Jahren.

Ein finaler Wert, der den seit dem Frühherbst erkennbaren Trend untermauert. Ein Wert zudem, der in Relation zur Inflation in Höhe von 2,2 Prozent erstmals seit fünf Jahren überhaupt eine reale Verteuerung auf dem Immobilienmarkt darstellt. Zugleich belegen die aktuellen Zahlen die weiter steigenden Aktivitäten der Branche – selbst nach den bereits viel beachteten Rekordjahren 2016 und 2017.

„Betroffen“ von diesem Preisanstieg sind Käufer quer durchs Land – selbst wenn das Gefälle weiterhin stark variiert. So wurden in Brüssel, ein recht kompakter und von daher lukrativer Markt, im Schnitt 452.721 € gezahlt (plus 5,2 Prozent), wogegen in den fünf wallonischen Provinzen „lediglich“ 189.257 € im Schnitt für einen Hauskauf erforderlich waren (plus 3,7 Prozent).

Dem nationalen Mittelwert recht nahe kommt der Markt in Flandern mit 277.304 € (plus 3,8 Prozent). Womit die Steigerung im nördlichen und südlichen Landesteil im gleichen Tempo voranschreitet.

Keine Überraschung sind die weiterhin hohen Preise in Wallonisch-Brabant, wogegen der Hauskauf in der Provinz Luxemburg nach wie vor am erschwinglichsten ist – bedingt auch durch die spürbar schrumpfende Nachfrage besonders aus Flandern und den Niederlanden.

Bliebe noch eine wichtige Erkenntnis auf dem Wohnungsmarkt: Erstmals übersteigt der Preis für ein Appartement die Schwelle von 220.000 €. Ein allgemeines Plus von 1,8 Prozent, von dem sich die Steigerungsrate in der Provinz Lüttich mit 4,9 Prozent aber ungewohnt deutlich vom nationalen Trend abhebt.

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