„Eigenregie“ bleibt in der Eifel wichtige Option

Erkenntnisse

„An zwei Tagen stehen Grundstücks- und Immobilienvermittler, Architekten und Bauunternehmen, Handwerks- und Fachbetriebe, Innenausstatter und Außenplaner, Energieversorger und Gebäudetechniker, Versicherer und Finanzdienstleister mit Informationen aus erster Hand einem interessierten Publikum Rede und Antwort.“ Ein Konzept, das sich nach Erkenntnis von David Schmitz dank seiner Branchenvielfalt bei zwei Ausgaben in Eupen rundum bewährt hat, faktisch in der Eifel aber noch multipler ausgelegt ist.

Jedenfalls gebe es „auf einem solchen Markt keine regionale Exklusivität, selbst wenn zwischen Eupen und St.Vith die thematische Gewichtung sicher unterschiedlich sei“, weiß Tim Verdin aus seinen regen Kontakten in den letzten Monaten um das Interesse der Immobilien- und Baubranche an einer solchen Veranstaltung vor Ort, „nah am potenziellen Kunden“.

Ein Kunde, der sich heute übrigens durchweg bestens informiert zeigt, wenn er sein Bau- oder Kaufvorhaben angeht, wie etwa René Niessen von Elsen AG in Heppenbach weiß. „In der Tat ist es so, dass unsere regen Tätigkeiten quer durch Ostbelgien vor allem eines gezeigt haben: Der Interessent an einer Immobilie hat seine grundlegende Neugier bereits durch Recherchen im Internet gestillt, nicht selten auch im möglichst präzisen Vergleich unterschiedlicher Angebote. Von daher weiß er meist ganz genau, wonach er sucht oder welche Fragen ihm unmittelbar unter den Nägeln brennen.“

Und Bruno Creutz von EuroImmo, der bei beiden Messen in Eupen präsent war, hat in den letzten Jahren „einen steigenden Trend zum Eigenheim schon in jungen Jahren“ ausgemacht, gerade mit Blick auf den Kauf eines Appartements.

Oder anders ausgedrückt: Die junge Generation ordnet ihre Verhältnisse früher als noch vor Jahren. Ein Grund könnte in den veränderten gesetzlichen Formaten liegen, die es heute für Paare neben der traditionellen Form der Ehe gibt.

Dass bei der ersten I.M.O. in St.Vith die Zahl der reinen Immobilienmakler deutlich überschaubarer ist als in den Vorjahren in Eupen, hat einen allseits bekannten Grund. In der Eifel ist der Hang und Drang zum Eigenheim weiterhin stark ausgeprägt. Hier setzen bestenfalls zwanzig Prozent auf den Kauf eines Anwesens oder Appartements, weiß die Branche.

Auffällig bleibt zudem eines: Der Hausbau in der Eifel ist in den letzten Jahren keineswegs bescheidener geworden – vor allem Marke „Eigenbau“, sprich: Umsetzung in Eigenregie. Einzig Bauten, die durch Investoren zum Zwecke der nachfolgenden Veräußerung errichtet werden, fallen in puncto Fläche/Wohnraum erkennbar kleiner aus.

Dagegen sind Eigenheime in der Eifel, die auf Antrieb des Eigentümers selbst geplant und realisiert werden, weiterhin durchaus recht großzügig angelegt.

Hierbei darf nicht übersehen werden, dass zumindest der handwerklich beschlagene Eigentümer (und das sind in der Eifel nicht gerade wenige…) nicht selten während eineinhalb bis zwei Jahren seine komplette Freizeit „auf’m Bau“ verbringt, durchweg unterstützt von einem vielköpfigen handwerklich ebenfalls bewährten „Bautrupp“ aus dem Kreise der Familie.

Kommentare sind geschlossen.