Zu: „Energiewende realistisch betrachtet“

Stromversorgung

Zum Leserbrief von Guido Scholzen (siehe GrenzEcho vom 05.02.2018) schreibt Joseph Meyer aus St.Vith (Klosterstraße):

Im Leserbrief wird behauptet, dass es eine Illusion sei, eine Industriegesellschaft mit Wind und Sonne energetisch versorgen zu wollen.

Am 26.12.2017 hatte ich die Gelegenheit, einer Betriebsführung bei „SMA“ in Kassel beizuwohnen, einer Firma mit ca. 3.000 Mitarbeitern, welche Wechselrichter für Fotovoltaik-Anlagen herstellt. Dabei wurden die Entwicklungsdynamik und die Zielrichtung deutlich, nämlich, mithilfe von Wind- und Sonnenstrom sowie intelligentem Energiemanagement und Energiespeichern, die Energieautonomie, d.h. die Unabhängigkeit vom Strom der atomar-fossilen Kraftwerksbetreiber, sowohl für private Verbraucher als auch für Unternehmen und Gemeinden, zu erreichen. Inzwischen kostet Fotovoltaikstrom in sonnenreichen Regionen weniger als der Strom von konventionellen Kraftwerken, sogar ohne Berücksichtigung der externen Kosten.

Dass mit Wind- und Sonnenstrom solarer Wasserstoff und damit Methanol hergestellt werden können, ist unbestreitbar, ebenso dass mittels entsprechenden Methanolkraftwerken die Netzstabilität über Wochen bzw. Monate erhalten werden kann. Die Sonne spendet der Erde ein Vielfaches mehr an Energie als die Menschheit derzeit verbraucht – viele Tausende kluge Diplomingenieure in der Fotovoltaik- und Windkraftbranche, weltweit, zapfen inzwischen dieses riesige Energiereservoir an und ermöglichen damit der Menschheit Wohlstand und Frieden.

Ich bin zuversichtlich, dass sich schon sehr bald auch die wenigen Nochverweigerer in der DG der Realität einer überlegenen, nachhaltigen, erneuerbaren Energiewirtschaft beugen werden.

Kommentare sind geschlossen.