Kambo

Gesundheit

Leserbrief zum Artikel „Kambo – Alice Smeets verabreicht Froschgift“ (GrenzEcho vom 5. März 2018, Seite 4) schreibt Annemie Ernst aus Eupen:

Der Inhalt dieser Reportage irritiert und schockiert mich zutiefst. Das Ganze ist widerlich, ist wildes, gefährliches Schamanentum. Es macht mich sehr traurig, dass diese junge Dame so verrückten Dingen Glauben schenkt, und das auch noch vermarktet. Auch wenn die Reportage schön aufgemacht ist, stört es mich, dass man ihr eine Plattform im GrenzEcho gibt. Wenn es die Möglichkeit gibt in unserem Rechtssystem, sollte man gegen die beschriebene Praktik vorgehen. Wie sehr müssen Menschen auf der Suche sein, wonach, aber auch wie verirrt müssen Menschen sein, die sich auf solche Praktiken einlassen? Die Tatsache, dass Frau Smeets vor einigen Jahren viel Raum in der DG erhielt, ihre einseitige und fragwürdige Meinung zur (schädlichen…) Entwicklungshilfe der großen Hilfevereinigungen kundzutun, lässt Ihre Äußerungen im Nachhinein in einem anderen Licht erscheinen.

  1. Man sollte sich hier ernsthaft die Frage stellen, ob hier nicht ein Fall von ‚illegaler Ausübung der Heilkunde‘ (Art. 3 § 1, Gesetz über die Ausübung der Gesundheitspflegeberufe vom 10. Mai 2015) vorliegt, denn Frau Smeets verrichtet meiner Erachtens „gewohnheitsmäßig eine Handlung“, „die zum Zweck hat oder so dargestellt wird, als habe sie zum Zweck, bei einem Menschen den Gesundheitszustand zu untersuchen, Krankheiten und Körperschäden festzustellen, eine Diagnose zu stellen, die Behandlung eines reellen oder mutmaßlichen physischen oder psychischen pathologischen Zustandes einzuleiten oder durchzuführen „, und dies ohne „Inhaber eines gesetzlichen Diploms der Medizin, Chirurgie oder Geburtshilfe“ zu sein.

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