DG-eigene Logik

Ministerium

Zu einem GE-Artikel über die Personalpolitik im Ministerium der DG (siehe GE vom 8. März, Seite 5) schreibt Frank Bosch aus Eupen:

Ich zitiere aus dem Artikel des GE, „Paasch verteidigt Personalpolitik“ (betreffs Ernennung zweier zusätzlicher Direktoren im DG-Ministerium, auf jetzt insgesamt 5) als Reaktion auf die – für Herrn Paasch scheinbar „unverschämte“ parlamentarische Frage des Abgeordneten Balter, folgende Passage:

Dieser (Herr Balter) ziehe „in polemischer Art und Weise“ einen Vergleich mit dem Ministerium der Französischen Gemeinschaft (FG). „Dieser Vergleich hinkt, ja er ist sogar unredlich und wird nur mit dem Ziel gestellt, unser Ministerium und die dort arbeitenden Menschen zu diskreditieren.“ Die FG kümmere sich zwar um ein erheblich größeres Territorium, habe aber weniger Zuständigkeiten und sei anders organisiert, sodass ein 1-zu-1-Vergleich nicht möglich sei.“ (Text etwas eingekürzt). Tut mir leid, Herr Paasch, aber der Vergleich des Herrn Balter ist durchaus gerechtfertigt!! Das heißt im Vergleich mit der FG sind wir sehr wohl überbesetzt mit unserem Apparat. Ihrer sehr speziellen Logik folgend, könnten Sie uns Bürgern nämlich nach den nächsten Wahlen auch noch – mindestens – den 5. und 6. Ministerposten „verkaufen“.

Eines nicht so fernen Tages werden wir allerdings – zumindest zu einem Teil – diese „Großzügigkeiten“ aus dem DG-Steueraufkommen (d.h. ggf. auch über DG-eigene zusätzliche Steuern) selber bezahlen müssen !! Die Dotation vom Föderalstaat ist nämlich nicht aus Gummi und mittlerweile schon ziemlich überdehnt, besonders angesichts der ständig zunehmenden Budgetprobleme für Gesamtbelgien. Sie sollten meines Erachtens also schon verstehen, dass das viele Bürger beunruhigen könnte.

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