Das Gemetzel geht weiter

Kahlschlag

Gabriele Güldner aus Raeren beschäftigt sich mit dem Kahlschlag an Autobahnen:

Das Gemetzel geht weiter – der Kahlschlag an den Autobahnen findet nicht nur bei uns statt. Weite Strecken wallonischer Autobahnen sind betroffen, hinter der Grenze geht die breite Schneise der Verwüstung weiter, ganz NRW und auch andere deutsche Bundesländer weisen ein ähnliches Bild auf. Danke dem GrenzEcho für die Berichterstattung, schon zum zweiten Mal fast eine ganze Seite für das Thema! Mehrere Leserbriefe. Und endlich taucht auch eine Stimme seitens der Zuständigen auf… ach nein, doch nicht zuständig! Raerens Umweltschöffin (Ecolo) bedauert, die Gemeinde habe leider keine rechtliche Handhabe, da das Areal nicht auf ihrem Hoheitsgebiet liege. Nein, hat auch niemand erwartet, dass die Gemeinde Raeren sich rechtlicher Schritte bedient! Ecolo ist gefordert, die soll es ja auch auf wallonischer Ebene geben, wo man eventuell ja mal die Stimme erheben könnte, lautstark auf das Problem hinweisen, Öffentlichkeit herstellen, das Procedere anprangern! Diese Regelung hat jemand unterschrieben (Moniteur belge), dass die Aufträge ausgeschrieben werden (ist billiger als mit eigenem Personal und Maschinenpark zu erledigen), und dass die durchführende Firma das Holz selbst verkaufen darf – klar, dass die so viel Holz fällen wie irgend möglich! Und dann immer der gleiche Wortlaut seitens Sofico wie in anderen Regionen und Ländern auch: „Zahlreiche Bäume drohten umzufallen.“ Natürlich. Breite Schneisen auf zig Kilometern Länge. Wir wissen Bescheid…

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