Chemtrails statt „Stern über Bethlehem“?

Brauchtum

Zu Chemtrails statt „Stern über Bethlehem“? schreibt Katja Allendorf aus Gemmenich:

Chemtrails statt„Stern über Bethlehem“?: Herrlich, wie Herr Paasch anlässlich seiner Neujahrsansprache 2018 vor einem strahlenden Himmel mit vorbildlichen „menschengemachten Wolken“ steht. Diese Wolken sind seit circa einem Jahr als „man-made-clouds“ im internationalen Wolkenatlas beschrieben und können auch über Ostbelgien immer wieder beobachtet werden. Chemtrails statt Kometenbahn, Blockchains statt Gold, Silber und Weihrauch: Welche Rolle spielen die alten, patriarchalen Religionen noch in unserer Welt?

Bleibt es bei der Folklore der Krippen, der Spendensammlung der SternsingerInnen oder machen sich Menschen heute noch auf den Weg, den guten alten Jesus neu zu entdecken? Wie unangenehm für die Besetzung der Rollen der heiligen drei Könige, dass es sich ausnahmslos um männliche Repräsentanten „der Kontinente“ handelt.

Die Männerwelt ist in der alten Geschichte reichlich vertreten: Jesus, Josef, Hirten, Engel, Könige, Schafe. Ups, nein, die Schafe sind weiblich. Für die Frauen und Mädchen bleiben also Jungfrauengeburt und Schafe als Rollen im Krippenspiel. Keine Hüteaufgabe, kein Königinnentum.

Wie schön, dass zwischen Chemtrails und Blockchains, zwischen Engeln und Königen noch nachhaltige Neujahrsfotos von echten Müttern mit echten Kindern in der Zeitung gezeigt werden, danke, GrenzEcho! Viele Grüße,

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