Wallonie will Zugang zu öffentlichen Toiletten verbessern

<p>Das wallonische Parlament hat einstimmig für einen besseren Zugang zu öffentlichen Toiletten gestimmt.</p>
Das wallonische Parlament hat einstimmig für einen besseren Zugang zu öffentlichen Toiletten gestimmt. | Illustrationsbild: dpa

„Es ist eine Frage der Würde – unter anderem der Würde, das Haus verlassen zu können, ohne sich entschuldigen zu müssen“, erklärte die Abgeordnete Sophie Fafchamps (Les Engagés) während der Debatte.

Die PS hatte das Thema auf Initiative der Abgeordneten Sabine Roberty ins Parlament eingebracht. Später schloss sich die Mehrheit an, sodass die Resolution am Mittwoch einstimmig verabschiedet wurde.

Diese sieht vor, Toiletten in öffentlichen Gebäuden möglichst umfassend zugänglich zu machen und freiwillige Partnerschaften mit Geschäften und Horeca-Betrieben zu fördern. Öffentliche Toiletten sollen zudem leichter zu finden sein – etwa durch eine Erfassung bei Google Maps und einen einheitlichen wallonischen Aufkleber.

Auch bei künftigen Konzessionen für die von der Spfico verwalteten Autobahnrastplätze sollen sanitäre Anlagen berücksichtigt werden. Gemeinsam mit der AViQ soll außerdem ein „Toilettenpass“ für Menschen mit chronischen Erkrankungen geprüft werden. Auch Menstruationsprodukte sollen leichter verfügbar sein.

„Das Ziel ist einfach: Der Zugang zu Toiletten soll nicht länger eine Frage des Glücks oder der Ortskenntnis sein“, sagte Fafchamps. Entscheidend sei letztlich, wie vielen Menschen dadurch der Alltag erleichtert werde.

Der wallonische Minister für lokale Behörden, François Desquesnes, kündigte an, die Resolution rasch in ein Rundschreiben umzusetzen. Es handele sich um ein Alltagsthema, das in verschiedene Politikbereiche einbezogen werden müsse. (belga/rt)

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