2022 in Katar: Alkohol ist erlaubt – Es wird die WM der kurzen Wege

Fragen & Antworten

Befindet sich im rasanten Wachstum: Die Skyline von Doha. | Foto: Mike Notermans

In genau vier Jahren startet in Katar die Fußball-WM 2022. Die wichtigsten Fragen & Antworten.

Wie sicher ist Katar?

Politisch ist das Land sehr stabil, auch Terror gibt es nicht. Generell ist die Kriminalitätsrate gering. Allerdings hat das Land keinerlei Erfahrungen mit ausländischen Hooligans. Die Organisatoren arbeiten derzeit mit französischen und britischen Experten zusammen an einem Sicherheitskonzept.

Wie heiß ist es im November und Dezember?

Im Sommer können die Temperaturen in dem Wüstenemirat auf bis zu 50 Grad steigen – deswegen wurde die WM in den Winter verlegt. Die Temperaturen liegen im November und Dezember tagsüber zwischen 25 und 30 Grad. Sämtliche Stadien können mit neuer Technik heruntergekühlt werden. Das wird bei der WM aber oft nicht nötig sein. Im Winter kann es jedoch heftig regnen – dann stehen die Straßen schnell unter Wasser.

Dürfen Fans in Katar Alkohol trinken?

Alkohol ist erlaubt, wird aber streng reglementiert. Nur Bars in großen Hotels schenken Bier, Wein und andere Getränke aus. Für den Privatgebrauch wird Alkohol nur in einem einzigen Geschäft verkauft, und das in begrenzten Mengen ausschließlich an Ausländer, die eine Berechtigungskarte haben. Einheimische dürfen dort nichts kaufen. Alkohol soll bei der WM auch in Fanzonen angeboten werden. Unklar ist, ob er in den Stadien erlaubt sein wird. Allerdings ist Alkohol teuer. Ein großes Bier (0,5 Liter) kostet in einer Hotelbar umgerechnet mehr als zehn Euro.

Wo werden die Fans untergebracht?

Die Hauptstadt Doha bietet eine Vielzahl von Fünf-Sterne-Hotels. Zudem werden preisgünstigere Unterkünfte gebaut. Allerdings wollen die Organisatoren darauf achten, dass keine Überkapazitäten entstehen, die nach der WM nicht gebraucht werden. Deshalb sollen die Fans auch auf maximal sechs Kreuzfahrtschiffen untergebracht werden. Geplant sind auch Unterkünfte in Beduinenzelten in der Wüste am Stadtrand von Doha.

Wie ist es um den Transport bestellt?

Die WM wird ein Turnier der kurzen Wege. Am weitesten entfernt liegt das Stadion in der Stadt Al-Chaur – etwa 50 Kilometer nördlich von Doha. In der Hauptstadt entsteht derzeit eine neue Metro mit drei Linien, die im nächsten Jahr an den Start gehen soll. Alle Stadien können mit dem Nahverkehr oder Taxis erreicht werden.

Was gibt es für andere Freizeitmöglichkeiten in Katar?

Vor allem Doha bietet einige Attraktionen wie das international renommierte Museum für Islamische Kunst oder den Suk Wakif, den traditionellen Basar. Beliebt bei Touristen sind Ausflüge in die Wüste, etwa mit einer Auto-Safari. Für Sportbegeisterte lohnt sich ein Besuch der Aspire Academy. Sie beherbergt unter anderem den Aspire Dome, die größte Mehrzweckhalle der Welt. Die Katarer wollen in den nächsten Jahren ihre Strände ausbauen. Mit dem Fort Al-Subara besitzt das Emirat auch ein Unesco-Weltkulturerbe. (mn/dpa)

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