„Alles ist offen“ – Guardiolas wichtiger Sieg gegen Liverpool

Premier League

Nationalspieler Vincent Kompany (hinten) begann gegen Liverpool und wurde später ausgewechselt. | Foto: afp

Englands Fußballmeister Manchester City sowie die Nationalspieler Vincent Kompany und Kevin De Bruyne dürfen nach dem 2:1-Sieg gegen Tabellenführer FC Liverpool wieder auf die Titelverteidigung hoffen. Sieger Pep Guardiola ist erleichtert. Verlierer Jürgen Klopp macht fehlendes Glück als Ursache für die erste Saisonniederlage aus.

Das Rennen um die englische Fußballmeisterschaft ist spannend wie lange nicht mehr. Der Vorsprung von Tabellenführer FC Liverpool schrumpfte am Donnerstag durch die 1:2 (0:1)-Niederlage bei Titelverteidiger Manchester City (mit Nationalspieler Vincent Kompany in der Startelf und Kevin De Bruyne auf der Bank) auf vier Punkte. „Wir sind froh, dass wir den Abstand durch diesen Sieg verkürzt haben“, sagte City-Coach Pep Guardiola nach dem Spiel beim Sender Sky Sports. Sein Trainerkollege Jürgen Klopp befand: „Wir können besser spielen.“

In der von Taktik geprägten Partie sicherten der Argentinier Sergio Agüero (40. Minute) und der deutsche Nationalspieler Leroy Sané (72.) Meister City den wichtigen Sieg. „Alles ist offen“, stellte Guardiola anschließend klar. Den Coach freute dabei noch etwas: „Liverpool kassiert keine Tore – und wir schießen zwei.“ Tatsächlich hatten die in dieser Premier-League-Saison zuvor unbesiegten Reds in 20 Ligaspielen vorher nur acht Gegentore hinnehmen müssen.

Das gefürchtete Liverpooler Angriffstrio – mit Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino – agierte im Etihad-Stadion von Manchester ungewohnt behäbig. Mehr als Firminos zwischenzeitlicher Ausgleichstreffer (64.) gelang nicht. „Wir hatten kein Glück beim Abschluss“, klagte Klopp nach der verpassten Chance davonzuziehen. In der 18. Minute traf Mané nur den Innenpfosten. Dann fehlten wenige Millimeter zu einem Eigentor von Man City, nachdem City-Verteidiger John Stones Torwart Ederson angeschossen hatte.

Auch in der hektischen Schlussphase hatte Liverpool (ohne die Nationalspieler Simon Mignolet und Divock Origi) noch Chancen. „Mit etwas mehr Glück hätten wir das 2:2 erzielen können“, haderte Klopp. „Das wäre für uns perfekt gewesen.“ So aber haben die Reds weiter 54 Punkte, gefolgt vom Zweiten Man City mit 50 Zählern. Als Dritter mischt Tottenham Hotspur mit 48 Punkten auch noch oben mit. Allerdings gilt das Team um Stürmerstar Harry Kane und die Nationalspieler Mousa Dembélé, Jan Vertonghen und Toby Alderweireld bisher nicht als ernsthafter Anwärter auf den Premier-League-Titel. (dpa/mv)

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