Das WM-Abenteuer der Roten Teufel hat begonnen

Nationalmannschaft

Mittelfeldspieler Axel Witsel (vorne links) hatte vor dem Abflug in Brüssel zum Selfie gerufen und alle Roten Teufel waren gekommen. | Foto: privat

Die Roten Teufel haben Russland erobert: Am Mittwochnachmittag ist das Flugzeug von Brussels Airlines, das auf den Namen „Trident“ hört, auf dem internationalen Flughafen Scheremetjewo im Nordwesten Moskaus gelandet. An Bord: 24 Fußball-Profis, 35 Teammitglieder und 55 Journalisten.

Von Carsten Lübke

Zwar nicht planmäßig, aber dafür sicher hat die Maschine von Brussels Airlines am Mittwoch um 16.15 Uhr Ortszeit Russland erreicht – damit rund 20 Minuten später als vorgesehen. Die Verzögerung sorgte aber nicht für schlechte Laune bei den Passagieren. Im Gegenteil. „Wir sind in Brüssel gut gestartet und der Flug war schön. Die Ladung war indes sehr geschmeidig“, äußerte sich Chefcoach Roberto Martinez kurz nach der Landung gegenüber der RTBF. Und was genau hat der 44-jährige Katalane während des knapp dreistündigen Flugs gemacht? „Ich habe mir etwas Fußball angeschaut, etwas gegessen und ein bisschen geschlafen“, erklärte er.

Nicht weniger als 1.300 Fußballshirts waren im Laderaum der Maschine verstaut.

Die Beschäftigung seiner Spieler sah da ein wenig anders aus, wie Rechtsverteidiger Thomas Meunier berichtete: „Wir haben vor allem Karten gespielt.“

Aber nicht nur Spielkarten, Essen und Personen hatte die Maschine geladen, sondern auch etliche Kilo an Material. Mit im Gepäck waren ebenfalls 90 Fußbälle, 150 Paar Schuhe und nicht weniger als 1.300 Fußballshirts. Auffallend: Auch eine Kiste mit dem Speculoos-Brotaufstrich von „Lotus“ war an Bord.

Heute steht die erste Trainingseinheit auf dem Programm.

Der Moscow Country Club ist das Zuhause der Roten Teufel während der WM. Das Fünf-Sterne-Hotel befindet sich rund 35 Kilometer vom Zentrum der russischen Hauptstadt entfernt. | Foto: privat

Nach der Ladung wurde der gesamte belgische Tross in das rund 35 Kilometer entfernte Mannschaftshotel, dem Moscow Country Club, transferiert. Das Ressort liegt extrem abgeschieden und ist umgeben von Waldgebieten. Ein perfekter Ort, damit sich die Nationalelf ohne öffentlichen Trubel auf die anstehenden Spiele vorbereiten kann. Aber: Das Wetter ist in der russischen Hauptstadt extrem durchwachsen. Das könnte die Stimmung drücken. Momentan ist die aber noch bestens. „Wir können endlich die WM richtig spüren und wollen einfach nur loslegen. Außerdem freuen wir uns auf die Fans, die zahlreich vor Ort sein werden. Ich bin gespannt, wie zusammen während des Turniers wachsen werden“, sagte Roberto Martinez.

Lange Zeit zum Verschnaufen haben die Roten Teufel aber nicht, denn das erste Training, das auf dem 5.900 Quadratmeter großen Sportkomplex stattfinden wird, ist für Donnerstagnachmittag angesetzt.

 

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