Mittelspurfahrer werden ab April in Belgien strenger bestraft

Verkehr

Sie sind nicht nur in Belgien ein Ärgernis: grundlose Mittelspurfahrer. | Foto: belga

Auf einer dreispurigen Autobahn permanent grundlos in der Mitte zu fahren, nervt nicht nur andere Autofahrer, sondern ist hierzulande entgegen einer weitverbreiteten Meinung auch verboten.

Es ist eine Situation, die viele Autofahrer in Rage bringt: Ein Verkehrsteilnehmer fährt auf der Autobahn dauerhaft auf der Mittelspur, ohne andere Fahrzeuge zu überholen. Dabei ist in Belgien das Rechtsfahrgebot in der Straßenverkehrsordnung gesetzlich vorgeschrieben. Wer erwischt wird, muss bislang ein Bußgeld in Höhe von 58 Euro zahlen. Doch das ändert sich ab dem 1. April. Denn ab dann kostet der „Spaß“ satte 118 Euro.

In den Augen des Verkehrssicherheitsinstituts Vias sei die Erhöhung der Geldbuße zwar ein Fortschritt, löse aber nicht vollkommen das Problem. „Es muss die Gefahr bestehen, zu jedem Zeitpunkt kontrolliert werden zu können. Wir hoffen zwar, dass sich die Autofahrer dessen bewusst werden, aber gleichzeitig müssen wir auch die Kontrollen verstärken“, äußert sich Vias-Sprecher Benoît Godart gegenüber der RTBF.

Aber was ist eigentlich der Grund für das Verharren auf der mittleren Fahrbahn trotz freier Spuren? Verkehrspsychologen behaupten, es ist eine Mischung aus Unsicherheit und Bequemlichkeit. So würden sich die einen auf der Mittelspur sicherer fühlen, da sie sowohl rechts als auch links einen Sicherheitsabstand haben. Andere wollen einfach nicht auf die Freiheit verzichten, sowohl über die linke als auch über die rechte Spur zu entweichen. (calü)

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