Elektronischer Ausweis ersetzt SIS-Karte

Neuerung zum 1. Januar - Übergangsfrist bis Ende 2015

Ab dem 1. Januar benötigen Patienten nicht mehr ihre SIS-Karte, um Pflegeleistungen in Anspruch nehmen zu können. Es genügt die elektronische Identitätskarte.

Seit 15 Jahren sind die SIS-Karten im Einsatz. Elf Millionen dieser Plastikkarten sind im Umlauf. Im Zuge des Fortschritts der Computerisierung des Gesundheitswesens sollen nun die elektronischen Identitätskarten die SIS-Karten Schritt für Schritt ersetzen.

Ärzte und Apotheker können mittels des Ausweises mit Chipkarte den Versicherungstand des Patienten abfragen, d.h. das Recht auf Erstattung von Kosten. Die Angaben sollen dabei nicht auf der Chipkarte abgespeichert sein. Die Daten erhalten die Berechtigten durch Zugriff auf eine gesicherte Datenbank der Krankenkassen, der Plattform e-Health.

Ab dem 1. Januar werden keine neuen SIS-Karten mehr herausgegeben. Bis Ende 2015 können SIS-Karten und elektronische Identitätskarten parallel genutzt werden. In Belgien lebende Ausländer, im Ausland Lebende mit belgischen Rentenansprüchen, grenzüberschreitende Arbeitnehmer und Kinder unter 12 Jahren erhalten eine neue Plastikkarte namens ISI+, die etwa bei Ärzten und Apothekern vorzulegen ist.