Tournee-Duell Teil drei: Eisenbichler fordert Kobayashi am Bergisel

Vierschanzentournee

Japans Ryoyu Kobayashi testet die Schanze in Innsbruck. | Foto: afp

Das Skisprung-Spektakel in Innsbruck läutet die entscheidende Tournee-Phase ein. Ein Deutscher zählt zu den aussichtsreichsten Siegkandidaten. Doch er ist gewarnt. Am Bergisel endete im vergangenen Jahr bereits die Hoffnung eines anderen DSV-Adlers.

Das Duell geht weiter. Bei der dritten Station der Vierschanzentournee fordert DSV-Adler Markus Eisenbichler erneut den in dieser Saison bislang überragenden Japaner Ryoyu Kobayashi heraus. Um 14 Uhr (ARD und Eurosport) startet das Springen am Freitag auf der berühmten Bergiselschanze in Innsbruck.

Die Ausgangssituation

2,3 Punkte liegt Eisenbichler hinter Kobayashi. Das sind umgerechnet etwa 1,3 Meter. Beim zweiten Tournee-Springen in Garmisch-Partenkirchen hatte „Eisei“ noch gesagt: „Ich werde warten, bis er vielleicht mal einen Fehler macht. Oder, was einfacher ist: Dass ich noch besser skispringe.“ In der Qualifikation am Donnerstag zeigte Kobayashi erneut keine Schwäche, gewann mit einem Sprung auf 126,5 Meter. Eisenbichler landete nur auf Rang 32 und ist im Wettkampf deshalb deutlich vor dem 22-Jährigen dran. Das kann ein Vorteil oder ein Nachteil sein.

Die Schanze

Denn in den Minuten zwischen den beiden Top-Springern kann sich das Wetter an der windanfälligen Bergiselschanze entscheidend verändern. Die Wettkampfstätte gilt als unberechenbar und kompliziert. Im vergangenen Jahr bedeutete Innsbruck mit seinem anspruchsvollen Aufsprunghang das Ende aller Tournee-Träume von Richard Freitag, der im ersten Durchgang als Zweiter der Gesamtwertung stürzte und anschließend nicht mehr antrat.

Furchtloser Eisenbichler

„An sowas denke ich gar nicht“, sagte der derzeit beste deutsche Springer über den Sturz seines Teamkollegen aus dem Vorjahr. „Warum auch? Mich hat es auch schon oft genug auf die Waffel gehaut, das kann halt passieren“, meinte Eisenbichler. Nach seinen zweiten Plätzen von Oberstdorf und Garmisch wirkt er locker, selbstbewusst und fokussiert. „Es war kein guter Sprung“, kommentierte der 27-Jährige seinen Versuch in der Qualifikation auf 116 Meter. „Das gibt mir aber irgendwie auch Sicherheit, dass ich auch mit einem schwachen Sprung locker die Quali schaffe.“ (dpa)