Schneechaos in Ruhpolding: Rösch bangt um Abschiedsrennen

Biathlon

Helfer befreien die Zuschauertribühne in der Chiemgau Arena in Ruhpolding (Bayern) vom Schnee. | Foto: dpa

Das anhaltende Schneechaos in weiten Teilen Oberbayerns hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding zu einer Absage des Männer-Sprints am Mittwoch geführt. Das Rennen über 10 km soll nun am Donnerstag (11.15 Uhr) nachgeholt werden.

„Nach Mitteilung des Landratsamtes Traunstein steht die Durchführung eines Wettkampfes in absolutem Widerspruch zum anhaltenden Katastrophenfall. Deshalb wird der Sprintwettbewerb der Männer am Mittwoch nicht durchgeführt“, teilten die Organisatoren mit. Man werde aber versuchen, „alle sechs Wettkämpfe in den darauffolgenden Tagen durchführen zu können“.

Am Donnerstag stehen nun zwei Rennen auf dem Programm: Nach dem Männer-Sprint, das letzte Rennen Michael Röschs als Einzelsportler, findet um 14.30 Uhr (ARD und Eurosport) der Sprint der Frauen über 7,5 km statt. Für Freitag (Frauen) und Samstag (Männer) sind die Staffeln geplant. Dann will Rösch mit seinen drei belgischen Kollegen Florent Claude, Thierry Langer und Tom Lahaye-Goffart nach der Pleite in Oberhof wieder für positive Schlagzeilen sorgen.Die Massenstartrennen schließen die Veranstaltung am Sonntag ab.

Noch am Montag hatten sich die Organisatoren „hoffnungsvoll“ gezeigt, die Rennen wie geplant durchführen zu können. „Die derzeitigen Wetterprognosen stimmen uns zuversichtlich, dass wir den Weltcup durchführen können“, hatte Bürgermeister und OK-Chef Claus Pichler gesagt. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt angesichts der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen und der Schneemassen schon die Eröffnungsfeier am Dienstagabend abgesagt worden.

Im Bereich der Chiemgau Arena wurden für die Weltcup-Vorbereitungen keine Helfer aus den Reihen der Bundeswehr oder der Rettungsorganisationen eingesetzt. Schweres Gerät aus der Arena wurde wegen des Katastrophenfalls in anderen Gemeinden eingesetzt.

Dies erschwerte die Vorbereitung des Weltcups. Aber es verstehe „sich von selbst, dass die Sicherheit der Bevölkerung Vorrang vor der Durchführung einer Sportveranstaltung hat“, sagte Pichler. Er hoffe, „dass sich die Gefahrensituationen in unserer Region möglichst schnell bereinigen lassen und die Wettkampftage für alle Sportler und Besucher einen guten Verlauf nehmen“. (mv/sid)