Biathlon-Verbandspräsident Philippe Heck: „Müssen Röschs Entscheidung akzeptieren“

Wintersport

Philippe Heck (links, mit Biathlon-Coach Joe Obererlacher) und der belgische Biathlonverband müssen das Karriereende von Michael Rösch verkraften. | Foto: privat

Nachdem die belgische Biathlon-Staffel vor den Augen der vielen mitgereisten Fans aus Ostbelgien beim Weltcup in Oberhof als 21. ins Ziel kam, war der Präsident des belgischen Biathlon-Verbandes Philippe Heck schon enttäuscht.

„Wir haben uns mehr erhofft“, so Heck gegenüber dem GrenzEcho. Nachdem Michael Rösch ohne Fehler und als Sechster übergab, machten die Witterungsbedingungen dem belgischen Team einen Strich durch die Rechnung. „Florent (Claude, A. d. R.) und viel schlimmer noch Thierry (Langer, A. d. R.) hatten vereiste Finger und konnten beim Schießen nicht richtig nachladen“, erklärt Heck weiter: „In Ruhpolding nächste Woche müssen wir es besser machen.“ Es gewann Russland vor Frankreich und Österreich.

Das Thema des Wochenendes war die Ankündigung von Michael Rösch, nächste Woche seine Karriere zu beenden. Philippe Heck: „Wir hatten gehofft, dass er noch bis zur WM 2020 weitermacht. Das müssen wir jetzt akzeptieren und verdauen. Er wird in Ruhpolding sein letztes Einzelrennen machen. Für die restlichen Staffelläufe hat er zugesagt, insofern die Geburt seines Kindes nicht dazwischen kommt.“

Priorität hat beim Team Belgium jetzt die Ausbildung eines vierten Läufers. „Den haben wir momentan nicht. Jetzt ist die Jugend gefragt“, so Heck. In Hinblick auf Olympia 2022 bleibt bei Heck und Co. weiter die Hoffnung bestehen, eine Staffel an den Start zu bekommen. (mv)