Turnverein Elsenborn feiert sein 50-jähriges Bestehen

Jubiläum:

Auch zum 50-jährigen Jubiläum soll es eine Fotoausstellung geben.

Am 8. und 9. September begeht der Turnverein Elsenborn sein 50-jähriges Bestehen. Auch heute noch erklären sich viele Jugendliche bereit, dem Verein als Vorturner beizustehen. Die Stärke des Elsenborner Turnvereins ist zweifellos das breite Angebot.

Von Lothar Klinges

Bevor es in Elsenborn allerdins einen Turnverein gab, zogen zunächst einige junge Turner jeden Samstag zu Fuß los, um im Nachbardorf Nidrum zu trainieren. Der Nidrumer Turnverein konnte damals schon auf eine lange Vereinsgeschichte zurückblicken und wünschte sich sehnlichst eine neue, eigene Turnhalle.

Die Ortschaft Nidrum gehörte zur Gemeinde Elsenborn, und im Gemeinderat gab es eine Rivalität zwischen den Elsenbornern und den Nidrumern. Die Elsenborner bildeten die Mehrheit, und so beschloss diese, die gewünschte Halle in Elsenborn zu bauen.

Im Jahre 1968 fand die offizielle Gründung des Turnvereins Elsenborn statt.

Somit gab es in Elsenborn eine Turnhalle, jedoch keinen Turnverein und in Nidrum einen Turnverein, aber keine Halle. Mit Hilfe des damaligen Eifeler Turnverbandes (ETV, heute VDT) wurden zwei Trainer verpflichtet: Aloys Schroeder, ein Schwimmlehrer aus Mirfeld und Karl-Heinz Hergenhahn, ein Leichtathlet aus Eupen. Da es sich jedoch nicht um Turner handelte, gab man sich mit der Wahl nicht zufrieden und machte sich auf die Suche nach anderen Trainern. Fündig wurde man dann letztendlich doch in Nidrum. Adolphe Leyens konnte Nobert Masson aus Nidrum (heute Berg) als Cheftrainer gewinnen.

Immer mehr kam der Wunsch in Elsenborn auf, einen eigenen Turnverein zu gründen. Triebfeder für die Vereinsgründung und für den Bau einer Turnhalle in Elsenborn waren Adolphe Leyens, Nikolaus Langer und Dr. Ruben Samain. Das erste Großereignis in der Turnhalle war die Live-Übertragung der Hochzeit von König Balduin I. und Königin Fabiola am 15. Dezember 1960.

Erst im Laufe des Jahres 1962 wurde die Turnhalle, die nach schwedischem Vorbild gebaut wurde, fertiggestellt. Im Jahre 1968 fand die offizielle Gründung des Turnvereins Elsenborn statt. In den ersten Jahren, noch vor der Gründung des Turnvereins, wurde das Turnen nur für Jungen angeboten. Schnell wurden auch erste Stunden für die Mädchen angeboten. Liliane Bongartz-Gentges und Anastasia Comoth leiteten erst das Mädchen-, später dann das Frauenturnen.

Sehr früh begann ein junges Trainerteam Turnstunden für alle möglichen Gruppen zu erteilen. Norbert Masson war der Spezialist für die Geräteturner. Ewald und Werner Langer spezialisierten sich für die Grundausbildung in allen Bereichen. Ihnen war es wichtig, den Turnsport für viele Kinder zu ermöglichen. Liliane Gentges und Anastasia Comoth begannen die Mädchenriegen zu trainieren, später übernahmen Anita Haep und Virgine Heck diese Aufgabe.

Nach einigen Jahren gab es kaum ein Kind in Elsenborn, das nicht im Turnverein war. Die Turnstunden wurden alle gut besucht. Der Verein wurde einer der stärksten Clubs des VDT, Nachfolger des ETV. Sowohl die Geräteturner als auch die Riegen in Tanz, Trampolin und Bodenturnen waren erfolgreich. In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Turner, die bei den Wettkämpfen viele Erfolge verzeichnen konnten.

Zu Beginn der Vereinsgeschichte wurde ausschließlich Geräteturnen angeboten. Später wurden Riegen gebildet, mit den Tänzen, Freiübungen und Pyramiden geübt wurden. Das Trampolin kam recht früh nach Elsenborn und wurde zu einem sehr beliebten Trainingsgerät. Durch das Engagement einiger Trainer entstanden mit der Zeit die Gruppenstunden, um allen Kindern die Basiselemente des Turnens beizubringen. Anfang der 90er Jahre wurde kaum mehr Geräteturnen angeboten.

Neue Disziplinen traten verstärkt hervor wie RSG, Tumbling, Trampolin, Tanz, Seniorenturnen, Eltern-Kind-Turnen, Turnen für Körper und Geist, Aerobic, Luftartistik, Volleyball und vieles mehr. In den 1990er Jahre erlebte der Verein einen wahren Mitgliederboom. Grund war der Trendsport Aerobic, den Claudia Schleiß in Elsenborn anbot. Viele Jahre boten Olivier Klinges und Alfred Krings eine Turnstunde für Ärzte in Elsenborn an.

Somit gab es in Elsenborn eine Turnhalle, jedoch keinen Turnverein und in Nidrum einen Turnverein, aber keine Halle.

Aus dieser Gruppe bildete sich dann mit der Zeit unsere heutige Männergruppe. Im Rahmen des Silberjubiläums Ende Juni 1993 erhielt der TV Elsenborn, nach der Fahnenweihe von 1978, eine neue, von Alexa Dahmen entworfene, von Kethy Leys gestickte und von Maria Noel zusammengenähte Vereinsfahne, die im Jubiläumsgottesdienst geweiht wurde.

Anlässlich des 25-jährigen Vereinsbestehens wurden die Turner und Turnerinnen in neue Turnanzüge in den Farben schwarz-weiß-rot gekleidet. Der erste Trainingsanzug war blau-grün. Dieser wurde damals in Aachen gekauft und über die Grenze geschmuggelt.

Der Turnverein hat den Bau des Sport- und Kulturzentrums Herzebösch 1980 nicht nur begrüßt, sondern auch aktiv unterstützt, da die kleine Turnhalle nicht für Wettkämpfe geeignet war. Nach der Fertigstellung des Kulturzentrums konnte der Turnverein mehrmals die Belgische und die Provinz-Meisterschaften im Geräteturnen organisieren. Auch heute dient Herzebösch dem Turnverein als Trainingshalle. Wöchentlich trainieren dort die Tumblingturner und die Volleyballspielerinnen.

Die Stärke des Elsenborner Turnvereins ist zweifellos das breite Angebot.
Diese Aufnahme entstand im Jahr 1984 und zeigt einen Pyramidenbau in Herzebösch.