Ostbelgiens Nachwuchsturner stürmen in Heusden-Zolder aufs Podium

Turnen

Das Viererteam um Emma Reuter, Lana Limbourg, Lena Theis und Alyana Nent (Platz 1) hatte in Heusden-Zolder allen Grund zum Jubeln. | Foto: privat

Acht Aktive des Turnleistungszentrums in Amel nahmen am Wochenende am 15. Cup Michel Wanten in Heusden-Zolder teil. Neben einem Mehrkampf gab es bei dem internationalen Wettbewerb auch Einzelfinals der Disziplinen und Mannschaftswertungen. Lynn Treinen aus Dürler holte eine Silbermedaille, die Mädchen der Jahrgänge 2008 und 2009 siegten als Team.

Von Griseldis Cormann

Das Viererteam um Emma Reuter, Lana Limbourg und Lena Theis sowie Alyana Nent holte völlig unerwartet die Goldmedaille. Zum Verständnis: Die Mannschaftswertung setzte sich aus den Einzelleistungen zusammen. Emma Reuter wurde Dritte, Lana Limbourg Achte und Lena Theis landete auf dem 15. Platz. „Das schafften sie unter 31 Starterinnen in der Kategorie der Jahrgänge 2008 bis 2009“, erklärte Tanja Maus, technische Koordinatorin im Verband deutschsprachiger Turnvereine (VDT) und fügte hinzu: „Um im Mannschaftswettbewerb mitmachen zu dürfen, haben sie sich mit Alyana Nent, einer Turnerin aus Hasselt, die die Mehrkampf-Einzelwertung gewann, zusammengetan.“ Das machte in der Summe 123,147 Punkte, womit sie deutlich vor den Niederländerinnen aus Roosendaal (119,681) und dem ersten einheimischen Team aus Heusden-Zolder (117,613) lagen.

Ania Piekut: „Es ist schön, dass Lena Theis nach einer langen Pause wieder dabei war.“

Über die Teilnahme einer Sportlerin war Trainerin Ania Piekut dabei sehr erfreut: „Es ist schön, dass Lena Theis nach einer langen Pause wieder dabei war und direkt im Mittelfeld des Teilnehmerfeldes landen konnte. Ihre Motivation ist sehr groß.“

Bei den Sieben- und Achtjährigen hieß es, wieder nach „very good“ zu streben. Denn eine Platzierungswertung wird in diesem Alter noch nicht durchgeführt. Die Mädchen zeigten, wie alle Teilnehmerinnen in allen Kategorien, ihre Fähigkeiten auf dem Balken, am Barren, am Boden und im Sprung. In allen vier Disziplinen konnten Amy Heinen und Sandra Hennes die zweithöchste Wertung „good“ und Zofia Kopczynski „very good“ erzielen. „Zofia ist sehr beweglich und wir arbeiten bei neuen Elementen vornehmlich an der Kraft. Diese Beweglichkeit strahlt große Eleganz aus“, so Ania Piekut, die sich mit allen Nachwuchsturnerinnen sehr zufrieden zeigte.

Emma Kohnenmergenund Lynn Treinen gingen beim Mehrkampf an den Start.

Auch zwei jugendliche Leistungsträgerinnen aus Ostbelgien waren in die Provinz Limburg zum ersten Saisonwettkampf angereist. Emma Kohnenmergen und Lynn Treinen (beide Jahrgang 2004) traten im Mehrkampf an und hofften, sich auch für das eine oder andere Einzelfinale qualifizieren zu können. Emma Kohnenmergen lieferte eine hochgradig konstante Leistung ab. Im Sprung holte sie mit 11,9 Punkten ihr bestes Ergebnis, aber auch am Barren (9,6), am Boden (10,4) und auf dem Balken (10,7) blieb sie konzentriert und wurde Gesamtsechste. Um ins Disziplinfinale zu kommen, fehlten einige Zehntel. Bei Mannschaftskameradin Lynn Treinen, die den siebten Gesamtplatz belegte, lief es etwas anders. „An ihrem Paradegerät, dem Balken, hatte sie einen schlechten Tag erwischt“, äußerte sich Ania Piekut. Aber mit 9,75 Punkten am Barren war sie die Drittbeste der 16 Frauen starken Konkurrenz, was den Einzug ins Finale der besten Drei bedeutete. „Lynn war sehr konzentriert. Ich habe eine erfahrene und psychisch-erwachsene Turnerin erlebt“, lobte die Trainerin das Kämpferherz der 14-jährigen Burg-Reuländerin.

In den nächsten Wochen bis Weihnachten heißt es für die Jugendlichen, sich auf die Meisterschaften der Saison 2019 vorzubereiten. Lediglich Lana Limbourg und Emma Reuter zeigen sich am 8. Dezember in Bettembourg noch einmal in einem Wettbewerb.

Lynn Treinen aus der Gemeinde Burg Reuland – hier in Aktion am Stufenbarren – belegte im Mehrkampf den siebten Platz. | Foto: privat