Erfolg für Lara Patzer in Basel: Landesrekord und Silber

Rhönrad-Turnen

Lara Patzer konnte auch im Spiraleturnen ihre persönliche Bestleistung verbessern. | Foto: Bart Treuren

Am Wochenende fand in Basel in der Schweiz der Internationale Baselbietercup im Rhönradturnen statt. Der Eupener Turnverein war mit Lara Patzer, Amber Van Rey, Anna Crott und Paula Comouth vertreten. Sie gingen alle in der Kategorie der Juniorinnen bis 18 Jahre an den Start.

Nachdem Lara Patzer diese Saison bereits die Danish Open gewonnen hatte und Bronze bei den Austrian Open für sich beanspruchen durfte, galt sie auch für das Turnier in Basel als aussichtsreiche Medaillenanwärterin.

Und der Wettkampf in Basel versprach ganz besonders spannend zu werden. Insbesondere die Schweizer Topathletin Leonie Botta wollte nach ihrer empfindlichen Niederlage bei den Austrian Open die Revanche. Aber auch Shannon Rüttiman und Chiara Lenzo hatten bei der Medaillenvergabe wieder ein Wörtchen mitzureden.

Patzer verbesserte ihre persönliche Bestleistung drei Mal. Und die Geradekür war die beste ihrer bisherigen Karriere.

Der Wettkampf begann am Samstag mit der Sprung-Disziplin. Hier zeigte Patzer zwei sehr gelungene Sprünge und verbesserte ihre persönliche Bestleistung in dieser Disziplin. Zu dieser Zeit lag die Eupenerin hinter drei Sprungspezialisten sowie Leonie Botta auf Rang fünf. Am Sonntagmorgen, beim Spiraleturnen, gelang Patzer wieder das Kunststück, auch in dieser Disziplin ihre persönliche Bestleistung zu verbessern. Doch Konkurrentin Leonie Botta legte noch einen drauf und erzielte die höchste Spiralewertung alle Junioren. Bevor es im Geradeturnen zum Showdown zwischen Patzer und Botta kommen sollte, lag die Schweizer Meisterin mit nur 0,95 Punkten Vorsprung auf die Eupenerin auf Rang eins.

Lara Patzer musste am Sonntagnachmittag als erste Turnerin im Geradeturnen an den Start gehen, was allgemein als Nachteil gilt. Doch die 16-Jährige behielt die Nerven und turnte mit 10,90 Punkten die beste Geradekür ihrer bisherigen Karriere. Somit erzielte sie auch in ihrer Paradedisziplin eine neue persönliche Bestleistung und verbesserte zum vierten Mal innerhalb von zwölf Monaten den Landesrekord in dieser Disziplin.

Wie sich später herausstellen sollte, erzielte sie mit dieser Wertung auch die höchste Einzelwertung aller 120 Teilnehmer des gesamten Wettkampfwochenendes. Leonie Botta musste sich in dieser Disziplin mit 10,30 Punkten geschlagen geben, konnte jedoch die Führung in der Gesamtwertung knapp verteidigen. Lara Patzer gewann die Silbermedaille. Es ist das erste Mal, dass eine ostbelgische Rhönradturnerin eine Medaille bei diesem prestigeträchtigen Wettkampf gewann.

Auch Amber Van Rey präsentierte sich an diesem Wochenende in herausragender Form und verbesserte ebenfalls in allen drei Disziplinen ihre persönliche Bestleistung. Obwohl die Aussicht auf eine Medaille nicht gegeben war, konnte sie als jüngste Starterin in der Junioren-Kategorie mit ihrem fünften Platz im Junioren-Mehrkampf ein Ausrufezeichen setzen. „In den nächsten Jahren können wir bestimmt noch einiges von der 14-Jährigen erwarten“, erklärt Trainer Achim Pitz.

Achim Pitz: „Das intensive Training der vergangenen Monate hat sich bei allen Turnerinnen ausgezahlt.“

Anna Crott konnte neben sehr gelungenen Sprüngen vor allem in der Spirale und dem Geradeturnen überzeugen. In beiden Disziplinen gelangen ihr persönlichen Bestleitungen. Auch im Mehrkampf stellte sie eine neue persönliche Bestleistung auf und belegte damit verdient den siebten Platz.

Paula Comouth zeigte sich insbesondere in ihrer Paradedisziplin, dem Sprung, von ihrer besten Seite und verbesserte ebenso ihre persönliche Bestleistung in dieser Disziplin deutlich.

„Das intensive Training der vergangenen Monate hat sich somit bei allen Turnerinnen ausgezahlt“, war Trainer Achim Pitz sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge: „Die Turnerinnen haben hervorragend geturnt und neue persönliche Bestleistungen aufstellen können. In ihnen steckt großes Potenzial. Sie werden sich alle in den nächsten Monaten noch weiter verbessern. Ich freue mich auf weitere spannende Wettkämpfe.“ (red/mv)