Sébastien Loeb: Erst die Rallye Dakar, dann die Rallye Monte Carlo

Motorsport

Sebastien Loeb (Peugeot) will bei einem weiteren Anlauf die Dakar-Rallye gewinnen. | Foto: Naim Chidiac

Als Rallye-Rentner hat sich Sébastien Loeb sehr viel vorgenommen für den Saisonauftakt 2019. Er bestreitet zwei der größten Wettbewerbe im weltweiten Motorsport: zunächst im Peugeot die Wüstenrallye Dakar in Peru (6./7. bis 17 Januar) und unmittelbar danach mit Hyundai Motorsport die Rallye Monte Carlo (24. bis 27. Januar).

Der Rekordweltmeister meint zwar, dass in beiden Fällen die Vorbereitungszeit angesichts der engen Fristen zu kurz ausfällt. Und dennoch will er beim nunmehr vierten  Anlauf die Dakar gewinnen: „Wir haben durchaus Chancen auf den Sieg.“ Aber der Franzose weiß, dass die Aufgabe diesmal wohl noch schwieriger wird als in den Vorjahren. Nach dem Rückzug des Werksteams greift der 44-Jährige auf das private französische Team PH Sport für den Einsatz des Peugeot 3008 DKR zurück. „Wir haben insgesamt nur wenig testen können“, gibt er zu bedenken: „Wir müssen auf den ersten Tagesetappen zunächst die Bezugspunkte finden und auf jeden Fall vermeiden, uns im Sand festzufahren.“ Es gelte, bei der Streckenführung durch die Dünen so wenig Fehler wie möglich zu machen, was nach Ansicht des gebürtigen Elsässers viel Erfahrung voraussetzt: „Du musst genau die richtigen Stellen für die Durchfahrt erwischen und die Tücken des Geländes in der Wüste erfassen.“

Kaum ist Sébastien Loeb aus Südamerika zurück, wird er bei der Rallye Monte Carlo die erste der sechs geplanten Teilnahmen an der Rallye-WM 2019 in Angriff nehmen. „Das Zeitfenster, um den Hyundai i20 WRC bei Probefahrten kennenlernen zu können, ist denkbar klein“, unterstreicht der neue Werksfahrer des südkoreanischen Herstellers: „Alles ist neu für mich: das Auto, das Team, die Mannschaft.“

Aber die ehrgeizige Aufgabe, den Rennstall und seinen Fahrer Nummer eins, Thierry Neuville, im Kampf um den WM-Titel zu unterstützen, reizt ihn: „Die Mission ist klar. Die Rolle als Fahrer Nummer zwei oder drei im Team gefällt mir.“ (hs)