KSC-Coach Mario Unger: „Hut ab vor meinen ‚Moralmonstern‘“

Fußball - 4. Provinzklasse

Der KSC Lontzen B – am Ball Pascal Jansen – feierte am Sonntag seinen zweiten Saisonsieg und verbesserte sich in der Tabelle auf Platz 13. | Foto: Ralf Schaus

Dem KSC Lontzen B ist am Sonntagnachmittag beim Gastspiel in Eupen ein Befreiungsschlag gelungen. Die Mannschaft von Mario Unger setzte sich mit 5:2 gegen die zweite Mannschaft des FC Eupen durch und konnte damit den zweiten Saisonsieg feiern.

Von Felix Brock

Das GrenzEcho unterhielt sich mit dem KSC-Coach über die Begegnung, die Ambitionen und das morgige Nachholspiel gegen den Favoriten aus Jalhay. Zum Hintergrund: Die erste Ansetzung war vor einigen Wochen nach wenigen Minuten wegen starken Regenfalls abgebrochen worden.

Herr Unger, am Sonntag setzte sich Ihre Elf deutlich durch. Spiegelt das Ergebnis in Ihren Augen auch den Spielverlauf wieder?

Es war ein faires Spiel von beiden Seiten, mit einem letztendlich verdienten Sieg – auch in der Höhe. Das Spielglück war einfach auf unserer Seite, da der beste Akteur auf dem Feld, Eupens Spielertrainer Andy Malmendier, an diesem Tag wenig Erfolg bei seinen zahlreichen Abschlüssen hatte und wir darüber hinaus alle gemeinsam sehr engagiert und clever agiert haben. Unser erster sehenswerter Angriff führte direkt zur Führung und brachte meinem Team die nötige Sicherheit für den weiteren attraktiven Spielverlauf.

Das war dann auch endlich die Belohnung, für die zahlreichen glücklosen Spiele zuvor.

Hut ab vor meinen „Moralmonstern“. Nach den vielen Nackenschlägen der letzten Spiele, in denen unser enormer Einsatz nicht ausreichend belohnt wurde, ist es schön, zu sehen, wie sich Woche für Woche die Trainingsinhalte erfolgreich auf unser Spiel auswirken.

Betrachtet man die bisherige Ausbeute von zehn Punkte aus elf Spielen und den daraus resultierenden 13. Tabellenplatz, fällt der bisherige Saisonverlauf allerdings eher mager aus, oder?

Nein, das war auch nicht anders zu erwarten. Wir wollen ordentlichen Fußball spielen und uns teuer verkaufen. Das haben wir bislang gut umgesetzt. Wir sind kein Kanonenfutter in der Serie. Ziel ist es, uns weiterzuentwickeln. Die am Sonntag erzielten Tore bestätigen unsere Arbeit. Es geht in die richtige Richtung.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft von Dany Broich?

Es ist ein faires Geben und Nehmen, eben ein freundliches Miteinander.

Machen diese P3-Spieler in Ihren Reihen den Unterschied aus?

Wir profitieren schon von der Unterstützung aus der P3. Zumal diese Spieler eine gewisse Erfahrung mitbringen, die wir in der Qualität noch nicht haben.

Morgen gastiert mit Jalhay einer der Serienfavoriten zum Nachholspiel an der Fleuschergasse. Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Wir haben schon gegen starke Gegner gespielt und wir wissen, dass wir mithalten und Nadelstiche setzten können. Oft haben wir uns in den Spielen gegen diese starken Gegner nicht belohnt. Zum Teil war das ein oder andere Mal durchaus mehr drin. Da haperte es oft an der Chancenverwertung. Sogar bei der damaligen Ansetzung liefen wir in den ersten 15 Minuten zwei Mal alleine auf das Tor zu und kriegen den Ball nicht rein. Letztendlich rechnen wir uns in jedem Spiel was aus. Auch gegen starke Mannschaften.