Ringerverein Kelmis weiter überraschend ungeschlagen

Landesliga

Sven Frenzel (in rot) hatte eigentlich mit seiner Niederlage gerechnet. | Foto: Griseldis Cormann

Ähnlich wie der Ringergemeinschaft Oberforstbach/Kelmis in der Bezirksliga ergeht es dem Ringerverein Kelmis in der Landesliga: Fünf Siege und zwei Unentschieden stehen zu Buche. Der zweite Punktgleichstand kam nun am Wochenende in Neuss zustande. Statt Punkteverlusten in den unteren Gewichtsklassen gewann der RV diesmal in den hohen Gewichtsklassen wichtige Punkte und machte es so auswärts besonders spannend.

Nach 80 Kilometern in der Neusser Spothalle angekommen, ahnten die Kelmiser bereits, dass es wieder ein enges Aufeinandertreffen geben würde. Denn beide Mannschaften konnten auf ihre volle Stärke zurückgreifen. Dann gab sich auch niemand die Blöße auf der Waage, alle waren im Rahmen der Gewichtsklassen.

Mit 57-kg-Griechisch-Römisch begann der Wettkampf für die Ostbelgier gut, denn zwei Mannschaftspunkte errang Musa Chupanov nach einem Punktsieg nach sechs Minuten. Danach musste sich Gamzat Sulikov im Freistil der 130-kg-Klasse geschlagen geben: „Wir wussten, dass es knapp wird. Im Hinkampf haben wir nur mit 22:21 gewinnen können“, erklärte Kämpfer-Trainer Tommy Lambot.

Es folgte ein Verlust von fünf Punkten, danach ein Schultersieg, der seinerseits fünf Punkte einbrachte: „Damit habe ich nicht gerechnet“, so Guillaume Pigarella nach fast sechs Wochen verletzungsbedingter Zwangspause. In der unteren Gewichtsklasse (66 kg) mussten die Kelmiser zwei Punkte abgeben. Das Publikum fieberte auf beiden Seiten mit. Trotzdem gelang es im 86-kg-Freistil Magomed Alisoultanov, dieses Mal nur einen Punkt zu holen. Das bedeutete zum ersten Mal ein Rückstand, der sich auf fünf Punkte erhöhte. Doch mit einem Schlag machte ihn Andy Frenzel im Griechisch-Römisch-80-kg per Schultersieg wieder wett: „Mein Gegner kämpft sonst in der Oberliga. Für mich war eigentlich klar, dass ich verliere“, so der in Hergenrath wohnhafte Frenzel.

Vollkommen offen ging es also in die beiden letzten 75-kg-Kämpfe. Griechisch-Römisch war Sven Frenzel gegen Aliyor Lapitov technisch überlegen. Vier Punkte führte Kelmis nun. So lag alles bei Vereinsurgestein Tommy Lambot: Bloß nicht auf die Schulter legen lassen, hieß das Ziel. Letztlich waren es vier Punkte, die er auf der Matte liegen lassen musste, aber die zum Unentschieden noch reichten: Lambot: „Es ist total überraschend, auch für uns, dass wir so weit vorne liegen. Das war nicht geplant.“

(gris)