Ostbelgier packen und punkten

Ringen

Am letzten Wochenende wurde gerungen, was das Zeug hielt. | Foto: Griseldis Cormann

Am sechsten Kampftag der Mannschaftssaison konnten die ostbelgischen Ringervereine überlegen ihre Kämpfe gewinnen. In der Bezirksliga Rheinland A schlug am vergangenen Wochenende die Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis die TuS Aldenhoven II mit 45:10. Auch der RV 1997 Kelmis konnte in der Landesliga siegen, nur der RV Saitiev Eupen konnte nicht jubeln, da er nicht im Einsatz war.

Von Griseldis Cormann

Im Sportzentrum Kelmis war am Samstag Germania Altenessen zu Gast. In der Landesliga war das Aufeinandertreffen des Tabellenführers mit dem Schlusslicht angesetzt. Da Altenessen allerdings nur mit sieben von mindestens acht geforderten Kämpfern anreiste, stand schon eine halbe Stunde vor Kampfbeginn, zur sogenannten Waagenzeit, der Kelmiser Sieg fest. „Wir haben 50:0 gewonnen“, erklärte Hermann Conrath, der seit acht Jahren als Ordner am Mattenrand des Ringervereins steht.

Kelmiser Sieg stand schon vorzeitig fest

„Die Altenessener sagten uns, dass sie vorher gewusst haben, dass sie die Kämpfer nicht zusammen bekommen. Aber sie wollten ihre Sieben kämpfen lassen“, erklärte Stephan Goor, der seit dem Rückrunden-Beginn nicht mehr in der 130-Kilo-Kategorie, sondern in der 98-Kilo-Kategorie zum Einsatz kommt. Das trotz Unterzahl nicht gekämpft wird, stand nie zu Debatte. „Denn außerdem war das Publikum schon da und wir haben großen Respekt vor unseren Zuschauern und ihrer Unterstützung, die sie uns wöchentlich auch bei Auswärtsfahrten entgegenbringen“, erklärte Kämpfertrainer Tommy Lambot.

So fanden sieben Kämpfe statt, und die hatten es in sich: Alle gingen fast über die volle Kampfzeit von sechs Minuten. Aus Kelmiser Sicht mussten sich am Samstagabend nur Angelo Konopka, durch einen Schultersieg, und Gamzat Sulikov, durch technische Überlegenheit des Gegners, geschlagen geben. Damit gewannen die Gastgeber auch den „Kampf um die Ehre“ mit 31 zu neun Punkten, was das Publikum ebenso in den Bann zog. Im Anschluss sahen sich die einzelnen Kämpfer zahlreichen Schulterklopfern gegenüber.

Kelmis fiebert dem Aufstieg entgegen

In der Bezirksliga ging es weniger um die Ehre, aber wohl nicht um weniger Schulterklopfer. Denn die Ringergemeinschaft Oberforstbach/Kelmis konnte die zwölf Kämpfe, in denen sie den Aldenhovenern einen Gegner gegenüberstellen stellen konnten, auch für sich entscheiden. Hinzu kam, dass sie die Hälfte der Siege über einen Schultersieg errangen. Am knappsten ging es in der A-Runde zu: Talgar Gaziyev und Max Schornstein gewannen mit wenigen Punkten Unterschied und erhielten nur einen Mannschaftspunkt. Patrick Vahlefeld und Peter Breuer siegten etwas deutlicher und erhielten zwei bzw. drei Punkte für ihr Team. In der B-Runde, die direkt den anderen Stil in jeder Kategorie noch am selben Abend zeigt, wurde ausschließlich über technische Überlegenheit (vier Teampunkte) und Schultersieg (maximale fünf Punkte) gewonnen. Lediglich in der 57-Kilo-Kategorie gaben sie kampflos zweimal fünf Punkte ab. Alle Kämpfer und Verantwortlichen zeigten sich hochzufrieden. Es wird einem Aufstieg in die Landesliga mit stärkeren Gegnern entgegengefiebert.