Oberforstbach-Kelmis steigt in Landesliga auf

Ringen

Djakhar Gamboulatov (rechts) feierte in der Kategorie bis 66 Kilo einen Schultersieg. | Foto: Griseldis Cormann

Erstmals in der Geschichte des nordrhein-westfälischen Ringens wurden am Samstag die Finalkämpfe der drei Ligen in Landeshand an nur einem Ort ausgetragen. In BonnDuisdorf trat die Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis im Endkampf der Bezirksliga an. Nach anderthalb Stunden stand sie trotz einer Niederlage als Vizemeister und Aufsteiger in die Landesliga fest.

Von Griseldis Cormann

„Es sollte nicht sein, aber wir sind aufgestiegen. Das zählt“, sagte Arnold Waauff direkt im Anschluss an das Finale gegen Essen-Dellwig II.

Die Enttäuschung war dem Trainer anzusehen. Schließlich hatten beide Seiten starke Teams aufgestellt und sorgten für ein knappes Aufeinandertreffen, das jederzeit von beiden Seiten hätte gewonnen werden können. Letztlich verfolgte die Gemeinschaft das Verletzungspech, das sie an einer stärkeren Leistung hinderte.

In der A-Runde trat Max Schornstein in der 57-kg-Klasse im Freistil an und sorgte direkt für einen guten Einstieg, mit einem Schultersieg. Diese Höchstpunktzahl musste Ibrahim Tchagaev (130 kg, Freistil) abgeben. Wegen Übergewichts des Essener Kämpfers Jerome Eskiyapan wurde die Fünf-Punkte-Führung wiederhergestellt: „So wenig wie möglich Punkte abgeben“, hatten Anhänger und Trainer gleichermaßen als Ziel ausgegeben.

In diesem Sinne rang Pierre Laschet (98 kg, Griechisch-Römisch) tapfer und musste sich „nur“ einer technischen Unterlegenheit beugen, was vier Mannschaftspunkte für Essen bedeutete. Im Kampf von Djakhar Gamboulatov (66 kg, Freistil) konnte ein weiterer Schultersieg eingefahren werden. Beim Stand von 15:9 für die Ringergemeinschaft ging das Glück den Führenden verloren. Talgat Gaziyev (86 kg, Freistil) gab alles, verlor aber nach sechs Minuten nach Punkten, was drei Zähler für Essen bedeutete, aber eine Aufgabe für die B-Runde: „Er hat sich am Rücken verletzt. Bei den Drehungen am Boden durch den Gegner (für jede Drehung gibt zwei Punkte, A.d.R.) hat er sich etwas verdreht. Um nichts Schlimmeres zu riskieren, haben wir ihm keinen zweiten Kampf zugemutet. So haben wir fünf Punkte abgeben müssen“, so sein Trainer, dessen Blick auch schon in die nächste Mannschaftssaison im August 2019 blicken lässt. Im siebten und letzten Aufeinandertreffen der A-Runde sollte es dann noch schlimmer kommen: Georgiy Mizilin (75 kg, Griechisch-Römisch) war auf dem Weg zu einem haushohen Schultersieg, als er per Handzeichen angab, dass er die Aktion abbrechen müsse: „Es ist etwas an der Rippe, ob Knorpelabriss oder Bruch ist noch nicht klar. Er musste ins Krankenhaus“, so Arnold Waauff, der ein weiteres Mal Pech zu beklagen hatte. Dennoch stand es zur Halbzeit 15:17, was einholbar erschien. Und so traten die Ringer aus Oberforstbach und Kelmis auch auf. Max Schornstein schaffte wieder einen Schultersieg.

Da Essen einen Kämpfer aus der ersten Mannschaft antreten ließ, gingen in der 61-kg-Klasse der B-Runde die Punkte an die Ringergemeinschaft. Andreas Hunds war im Anschluss der Einzige, der noch drei Teamzähler holte. So stand es nach etwas mehr als 90 Minuten und dem Kampfende 28:35.

Diese erstmalig ausgerichtete „Final-Six“-Endrunde zog im ehemaligen Bundesliga-ringenden Duisdorf ein großes Publikum in die Halle: „Es ist eine schöne Veranstaltung. Es sind viele Zuschauer gekommen und die Atmosphäre ist schön. Man trifft auch viele alte Bekannte“, so der ehemalige Oberforstbacher Ringer und in Lontzen wohnhafte Francis Sironval, dem ansonsten, wie den anderen mitgereisten Anhängern, die unglückliche Verletzung von Geogiy Mizilin Sorgen bereitete.

Ringen: Endkampf Oberforstbach/Kelmis – Essen-Dellwig

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