„Nächste Saison treten wir mit vollständigem Team an“

Ringen

Oliver Knorr von der Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis. | Foto: Griseldis Cormann

Die Saison der Ringer in ihren Gruppenligen wurde am Samstag beendet. In der Bezirksliga Rheinland siegte die Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis gegen den RV Saitiev Eupen.

Der RV 1997 Kelmis musste seine zweite Niederlage in der Landesliga einstecken. In den nächsten Wochen geht es gegen die Westfalen, um die Aufstiegsplätze in die nächsthöheren Ligen auszufechten. Um 19.30 Uhr kam es am Samstag zum Derby zwischen der Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis und dem RV Saitiev Eupen. In der Turnhalle an der Tannenallee in Oberforstbach trat Eupen wie in der Hinrunde mit vier Ringern an, aber sehr positiv zeigten sie sich, mit mehr als den vier aktiven Herren bei der Teamrepräsentation vor Beginn: „In der nächsten Saison werde ich eine vollständige Mannschaft aufbieten können“, erklärte Präsident Issa Gamboulatov am Rande.

„Wir hatten leider nur acht unserer Stammringer dabei. Zwei sind verletzt.“

Zu sehen waren insgesamt sechs Kämpfe, von denen Zelimkhan Dzeitov (Eupen) sowohl den Kampf im Griechisch-Römischen als auch den im Freistil gegen Sulej Saitov (RG) mit technischer Überlegenheit für sich entschied. Darüber hinaus lieferten sich vor allem Georgiy Mizilin (RG) und Makhmud Salamov (Eupen) sowie Talgat Gazivev (RG) und Bilal Abdullaev (Eupen) zum Abschluss enge Kämpfe, die beide mit einem Schultersieg der Zuhausekämpfenden endeten. In Letzterem war die Dynamik herausstechend und zeigte damit genau, worin die Besonderheit des Freistils liegt. Im Griechisch-Römisch der anderen beiden Kontrahenten war die Kraft der Schlüssel zum Erfolg.

In der Tabelle der Bezirksliga Rheinland Gruppe A belegt der RV Saitiev Eupen den vierten und letzten Platz, während die Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis als Meister auch vor den Ausscheidungskämpfen mit der Gruppe B und den Westfalen fest mit einem Aufstieg rechnet. Für den Ringerverein Kelmis ging es nach Köln-Ehrenfeld: „Wir hatten leider nur acht unserer Stammringer dabei. Zwei sind verletzt“, war Kämpfertrainer Tommy Lambot ziemlich enttäuscht. Ehrenfeld hatte seine Mannschaft vor Saisonbeginn aus der Oberliga zurückziehen müssen, deshalb war erwartet worden, dass der Tabellenletzte Oberliga-Erfahrene ins Aufgebot nimmt.

Die Analyse stellte dies auch unumwunden fest: Stephan Goor und Florian Klinkenberg, der diesmal für Magomed Alisoultanov eingesprungen war, hatten keine Chance, obwohl sie sich alle Mühe gaben. Ähnlich erging es Andy Frenzel. Dazu war Angelo Konopka versehentlich in einen Konter hineingelaufen und Gamzat Sulikov blieb wohl tagesformbedingt unter seinen Möglichkeiten. Als Drittplatzierte der Rheinland-Gruppe haben sie nun die Chance Dritte der gesamten Landesliga zu werden. Bedingung ist, dass die anstehenden Begegnungen allesamt gewonnen werden; so die Devise des Trainers: „Wir haken heute ab und konzentrieren uns auf die nächsten Kämpfe in hoffentlich voller Mannschaftsstärke!“ (gris)