Es wird taktiert und gehofft: Saison der Ringer neigt sich dem Ende zu

Ringen

In dieser Szene schulterte Max Schornstein (in Rot) seinen Gegner und sorgte damit für den Ausgleich nach acht von 14 Kämpfen. | Foto: Griseldis Cormann

Auf der Matte standen am vergangenen Samstag wieder die Platzierungskämpfe an. In den Hinkämpfen hieß es, eine gute Ausgangsposition zu etablieren. Sowohl dem RV Kelmis in der Landesliga als auch der Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis gelang dies nur bedingt.

Von Griseldis Cormann

„Wir müssen heute in Walheim gewinnen, aber das wird schwer“, war die Aussage von Ringergemeinschaftstrainer Arnold Waauff vor Beginn des Aufeinandertreffens unmissverständlich. Wobei er stets auch einräumt, dass es an Glück nicht mangeln darf. Da sich beide Mannschaften einen Aufstieg wünschen, war von Anfang klar, dass es knapp werden würde. Das lockte auch rund 100 Zuschauer in die enge Halle an der Tannenallee in Oberforstbach.

Die Ringergemeinschaft fand gar nicht in den Wettkampf hinein. Die ersten vier Kämpfe der A-Runde gingen entweder mit Schulterung oder technischer Unterlegenheit gegen die Gastgeber aus. Erst danach konnten sie sich aufraffen. Djakhar Gamboulatov (66 Kg) siegte wegen Übergewichts. Laszlo Szucz und Talgat Gazijev siegten jeweils mit technischer Überlegenheit. Zur Halbzeit stand es 13 zu 18.

Das Publikum bemerkte nun, dass es wirklich eng werden könnte, wenn jetzt die andere Stilart und damit doch hier und da die Stärken und Schwächen der Kämpfer eine Rolle spielen. Die Zuschauer machten es entsprechend während der gesamten Kampfdauer auch dem Schiedsrichter Martin Bruchmann aus Ückerath nicht leicht.

In der B-Runde gelang es dem Griechisch-Römisch-Kämpfer Max Schornstein (57 Kg) direkt mit Schultersieg fünf Punkte für die Mannschaft herauszuholen – das bedeutete erstmals Gleichstand an diesem Abend. Doch danach gaben sie wieder Punkte ab. Talgat Gazijev (98 Kg) konnte mit einem Unentschieden, aber der höchsten Wertung, einen Punkt herausschlagen und mit dem fehlenden Gegner für Djakhar Gamboulatov (fünf Punkte) näherten sie sich dem Unentschieden. Dennoch mussten dafür in den zwei letzten Begegnungen fünf Punkte aufgeholt werden. Der erfahrene Andreas Hunds (86 Kg) rang, was das Zeug hielt und belohnte sich und das Team mit der technischen Überlegenheit. Erste Führung für die Ringergemeinschaft, mit einem Punkt Vorsprung. Doch Oliver Knorr (75 Kg) stand letztlich nicht stabil genug und gab vier ab.

Für den Rückkampf in Walheim am kommenden Samstag erklärt Arnold Waauff: „28:31, das ist knapp. Vielleicht müssen wir für den letzten Kampf jemanden einsetzen, der stabiler steht. Es wird jetzt sehr auf die Aufstellung ankommen und wir müssen sehen, dass wir von Anfang an gut in den Wettkampf hineinfinden.“ Wer hier gewinnt, trifft am Finaltag (15. Dezember) auf neutralem Boden auf das beste Team aus Westfalen. Hier entscheidet sich erst, wer in die Landesliga aufsteigt.

Der RV 1997 Kelmis musste eine 24:16-Niederlage einstecken.

In der Landesliga Gruppe Rheinland hatte sich der RV 1997 Kelmis zu Beginn der Saison ungeschlagen einen vorderen Platz erkämpft. Erst am Ende der Gruppenkämpfe rutschten sie wahrlich knapp auf den dritten Platz ab. So kämpften sie zunächst gegen Gütersloh, den Vierten aus der Westfalen-Gruppe. Diese Kämpfe gewannen die Kelmiser. Am letzten Samstag ging es nun gegen Neuss II, dem Sieger aus dem Aufeinandertreffen Bielefeld (dritter Platz, Westfalen) und Neuss II (vierter Platz, Rheinland) am Vorwochenende. Es geht um den fünften Gesamtplatz der Landesliga.

Nur mit acht der zehn Kämpfer ausgereist, mussten von Anfang an Punkte her. Musa Chupanov (57 Kg) und Gamzat Sulikov (98 Kg) hielten den Rückstand nach vier Kämpfen (10:8) noch klein und Omar Pirbayev konnte mit einem Punktsieg eine Führung ergattern (10:11). Doch im Anschluss schien es allen schwerzufallen. Lediglich Sven Frenzel holte noch einmal Punkte, und zwar die Höchstzahl durch eine Schulterung. Die Stimmung auf der Heimfahrt war nach der 24:16-Niederlage etwas geknickt. Doch acht Punkte lassen sich noch aufholen, sind die Kelmiser, die vollzählig zur letzten Saisonbegegnung antreten wollen, überzeugt.

Hintergrund: Die kommenden Aufgaben

Die Ringergemeinschaft Oberforstbach/Kelmis kämpft am Samstag, 1. Dezember um 17.30 Uhr in Walheim um den Finaleinzug. Anschließend findet eine Bundesliga-Begegnung der ersten Walheimer Mannschaft statt.

Der RV Kelmis hat Konkordia Neuss II zum letzten Saisonkampf zu Gast. Beginn ist am Samstag, 1. Dezember um 20 Uhr im Sportzentrum an der Patronagestraße.