Boxring Eupen gewinnt gegen Pulheim – Yves Plaire: „Die Arbeit zahlt sich aus“

Vergleichswettkampf

Die Eupener Boxer (rechts) mit Trainer Yves Plaire (vorne) haben in Köln überzeugen können. | Foto: privat

Am Samstag reiste eine Staffel des Königlichen Boxrings Eupen nach Pulheim, einem Vorort von Köln. Der dort ansässige 1. Pulheimer Box-Club 78 hatte den ostbelgischen Klub anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums zu einem Vergleichskampf verpflichten können.

Die Eupener Verantwortlichen des Königlichen Boxrings Eupen sind der Einladung der Pulheimer gerne nachgekommen, denn zwischen beiden Vereinen besteht seit vielen Jahren eine Freundschaft. Insbesondere zwischen dem Pulheimer Vorsitzenden Gregor Wensing, der als Athlet beim SC Colonia 06 geboxt hat, und der Eupener Boxsport-Familie Plaire ist über Jahre hinweg eine sehr gute Beziehung gewachsen.

Maik Allmanns setzte in seinem überhaupt ersten Kampf seiner Karriere eine Duftmarke.

In seiner Ansprache vor den 200 Zuschauern und den zahlreichen Ehrengästen erzählte Wensing über die lange Geschichte seines Vereins, würdigte das soziale Engagement von Boxsportvereinen und hob die Tätigkeiten des Königlichen Boxring Eupen hierbei nochmals stark hervor.

Unterstützt von Kölnern Athleten, um fehlende Gewichts- bzw. Altersklassen zu ergänzen, standen sich 18 Athleten der beiden Mannschaften in neun Paarungen gegenüber. Laut den Kampfstatistiken der einzelnen Boxer schien es sich um ein sehr enges und ausgeglichenes Teilnehmerfeld beider Seiten zu handeln. Hochmotiviert starteten die Athleten vor den Augen eines sehr fachkundigen Publikums in den Städtevergleichskampf Pulheim gegen Eupen. Insgesamt präsentierte sich die Eupener Seite von Anfang an wesentlich stärker als die Kämpfer des 1. Pulheimer Box-Clubs. Bereits im Auftaktkampf ging der Königliche Boxring Eupen durch seinen Athleten Maik Allmanns klar in Führung. Allmanns setzte in seinem überhaupt ersten Kampf seiner Karriere eine Duftmarke, die die weiteren Kämpfe beherrschen sollte. Er boxte ab der ersten Sekunde über drei Runden sehr offensiv und gewann alle drei sehr klar.

Die Kämpfe Nummer zwei und drei wurden durch Murati und Boos jeweils durch Punkte gewonnen und füllten damit weiter das Punktekonto der Eupener Mannschaft. Tom Docquier vom Königlichen Boxring Eupen, der ebenfalls seinen ersten Boxkampf in der Kadettenklasse bestritt, erlitt eine Niederlage. Wie familiär und fürsorglich es im Boxsport zugeht, konnte man in der Situation erkennen, als Tom den Ring verließ und von seinen Mannschaftskameraden aufgefangen wurde.

Albelami überzeuge für den Eupener Boxverein im darauffolgenden Kampf und konnte wieder einen Punkt in der Mannschaftswertung gutmachen. Im Kampf Nummer sechs überraschte Beniesch vom 1. Pulheimer Box-Club den Eupener Kämpfer Reich mit einem linken Haken zur Leber, der sodann vom Ringrichter aus dem Kampf genommen wurde. In diesem Kampf ging der zweite und letzte Punkt an die Heimmannschaft. Im siebten Kampf standen sich Bia für den Königlichen Boxring Eupen und Dönmez für die Pulheimer gegenüber. Dies sollte der beste Kampf des Tages werden. Bia nutzte die erste Runde, seinen Gegner zu studieren, um in Runde zwei und drei seine Dominanz auszuspielen. Er boxte den Rechtsausleger Dönmez regelrecht aus, und er handelte stets souverän und überlegt. Ein Talent, von dem man noch viel erwarten darf.

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten Bialla und Attikosse mit jeweils einem Sieg für die rote Ecke der Gäste aus Eupen. Somit stand das Endergebnis von 7:2 für den Königlichen Boxring Eupen fest, der zum Mannschaftssieger erklärt wurde. Der Traditionsverein fährt damit zum wiederholten Mal einen Sieg als Team ein.

„Das Publikum hatte viel Freude an den fünf Kadetten und vier Elite-Kämpfen. Die Kämpfe waren sehr ausgeglichen und gut. Man konnte keine unverhältnismäßige Dominanz einer Mannschaft erkennen“, lautete das Fazit der Experten rund um den Ring. Außerdem hätten auch die Nachwuchskräfte der Pulheimer sowie des Königlichen Boxring Eupen überzeugen können.

„Wir können stolz auf die Leistung unserer Athleten sein“, sagt derweil Yves Plaire, der die Mannschaft geleitet hat: „Wir konnten wieder eindeutig erkennen, dass die Arbeit der letzten Jahre sich auszahlt, insbesondere die intensiven Trainingseinheiten unserer Jüngsten hat sehr viel gebracht. Heute haben wir mit Maik Allmanns einen sehr guten Nachwuchsathleten gesehen, der viel Talent und eine große Portion Mut mitbringt. Er hat den Kampf nie aus der Hand gegeben, seinen Gegner dominiert und so einen hohen Punktsieg erzielt. Auch mit allen anderen Leistungen kann man zufrieden sein.“