Aufstieg mit Hiesigen steht nichts im Wege

Ringen

Oliver Knorr (in blau) überzeugte am Wochenende. | Foto: Griseldis Cormann

In der Mannschaftssaison der Bezirksliga Rheinland A gibt es zehn Kampftage. Zur endgültigen Platzierung treffen die Mannschaften danach auf die Gegner aus den parallelen westfälischen Ligen. Nach sieben Liga-Aufeinandertreffen hat der RV Saitiev Eupen noch keinen Sieg einfahren, aber viel Erfahrung sammeln können. Die Ringergemeinschaft Oberforstbach/Sparta Kelmis führt punktverlustfrei. Beide bestritten am Wochenende einen Heimkampf.

In Eupen präsentierten sich gegen Aldenhoven wieder die aktuell vier einsetzbaren Kämpfer. Sie zeigten sich hoch motiviert: „Wettkampfpraxis ist sehr wichtig. Bei fast jedem Training werden Trainings- und Sparringkämpfe gemacht. Die Jungs freuen sich immer darauf. Es geht aber nichts darüber, die Technik, vor allem gegen gute Gegner anzuwenden“, erklärt Präsident Issa Gamboulatov.

Am Wochenende konnte sich das Eupener Aushängeschild Zelimkhan Dzeitov per technischer Überlegenheit im Griechisch-Römischen-Stil und per Schultersieg im Freistil hervortun: „Zelimkhan ist der älteste Sohn unseres Trainers und Vizepräsidenten Marat Dzeitov und ist seit seiner Kindheit dabei. Er ist eines unserer Talente aus Tschetschenien, wo das Ringen Nationalsport ist. Er hat zuvor für Herdecke in der Oberliga gerungen und hat meiner Meinung nach immer noch das Niveau, die meisten Kämpfe in dieser Liga zu gewinnen“, so Gamboulatov. Ebenso holte Islam Ilyasov einen dritten Sieg gegen Aldenhoven heraus.

In Oberforstbach waren gegen Walheim derweil zahlreiche spannende Kämpfe zu sehen. In der ersten Runde überzeugten Oliver Knorr und Laszlo Szucz mit technischer Überlegenheit: „Michael Otto musste sich mehrfach durchdrehen lassen“, spricht Arnold Waauff von einer Lehrstunde für den Walheimer. Patrick Vahlefeld gewann mit vier Punkten Unterschied: „Er überraschte seinen Gegner mit einem Kopfzug“, so Waauff. Noch knapper hatte Peter Breuer das Nachsehen und musste einen Mannschaftspunkt abgeben. In der zweiten Runde entschieden Antoine Waauff per Schultersieg und Talgat Gazivev per Punktsieg zwei der ausgetragenen fünf Kämpfe für die RG. So war dieser Rückkampf mit einem Endergebnis von 28:19 deutlich enger als der erste Saisonkampf, der noch eindeutig mit 46:16 für die Ostbelgier ausging: „Wir haben zehn spannende und faire Kämpfe gesehen, welche durch Spannung und Abwechslung ein Genuss für alle Fans aus der örtlichen Ringerszene waren“, fassten es beide Teams zusammen. Die Ringergemeinschaft führt souverän im Jahr des Neuaufbaus mit hiesigen Mitgliedern die Tabelle an. Sie hat noch keinen Sieg abgegeben. (gris)

Letzter Heimkampf vor den Ausscheidungen mit Westfalen am Samstag um 19.30 Uhr in der Hillstraße Eupen.