Zehn Tipps für den Kampf gegen den Feiertagsspeck

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Sport, zum Beispiel Joggen, ist auch bei Minusgraden kein Problem. Illustration: Photo News

Raclette, Fondue und Alkohol: Hat es an den Feiertagen (zu) gut geschmeckt, fällt der Gang auf die Waage schwer. Wie man die Weihnachts-Kilos am schnellsten wieder loswird, verraten Ernährungsberaterin Céline Schleck aus St. Vith und Personalcoach Anne Brüll aus Eupen.

Von Mike Notermans

1 Wie wichtig ist Bewegung im Vergleich zur richtigen Ernährung?

„Sehr wichtig“, sagt Anne Brüll: „Gesunde Ernährung und entsprechende Bewegung – gerade, wenn es ums Abnehmen geht, funktioniert das eine nicht ohne das andere.“

2 Wie oft gehört Bewegung in den Wochenplan?

„Wenn man sich ‚nur‘ einmal in der Woche bewegt, ist das auf jeden Fall schon ein guter Anfang. Einen längerfristigen Effekt kann man so aber nur schwer erzielen“, so Brüll. Sie empfiehlt deshalb: Mehrmals pro Woche trainieren und das Krafttraining nicht vergessen. „Muskeln verbrauchen Energie. Eine Mischung aus Ausdauersport und Krafttraining ist ideal. In einer ersten Phase nimmt man vielleicht nicht sofort ab, erzielt langfristig aber die größeren Erfolge.“

3 Reicht zum Anfang auch ein Spaziergang?

„Absolut“, so Brüll. Gerade als Anfänger oder derjenige, der sich mehr Bewegung für das neue Jahr vornimmt, sei es wichtig, nicht von Null auf Hundert zu starten. Wie lautet das Zauberwort? Langsam starten. „Der Körper muss sich anpassen. Schon alleine mit einem regelmäßigen Spaziergang tut man sich etwas Gutes. Mit dem Blick auf das Abnehmen muss man aber irgendwann einen Schritt weitergehen“, so Brüll. Wer alleine nur schwer Motivation findet, sollte sich mit Freunden treffen oder einer Gruppe beitreten. „Es ist einfacher, wenn man etwas zusammen macht.“

4 Die Anfängerfehler

Wer sich zu schnell zu viel vornimmt, läuft Gefahr, seine Motivation genauso schnell wieder zu verlieren. „Heute am ganzen Körper Muskelkater oder Schmerzen und morgen wieder aufraffen? Das schaffen die Wenigsten. Gerade beim Abnehmen sollte das Training nachhaltig sein“, so Brüll.

5 Sport bei Minusgraden

Zu kalt gibt es selten, die falsche Kleidung dafür aber umso häufiger. Anne Brüll empfiehlt atmungsaktive Kleidung und das Zwiebelprinzip mit mehreren Schichten. „Bei Minusgraden ist es zudem wichtig, langsam loszulaufen und sich so aufzuwärmen. Dazu kann man auch durch seinen Schal ein- und wieder ausatmen. Mütze und Handschuhe sollten nicht fehlen.“ Aber: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint: Wer sich zu warm einkleidet, schwitzt stark und kann genau das irgendwann nicht mehr kompensieren. Sinken die Temperaturen stark in den Minusbereich, ist etwas Vorsicht geboten: „Gerade dann, wenn man es nicht gewohnt ist. In der Regel ist Kälte aber kein Problem.

6 Die Vorsatz-Diäten

„Viele Personen haben im neuen Jahr den Vorsatz, Gewicht zu verlieren, werfen diesen jedoch schnell wieder über Bord“, weiß Céline Schleck. Das Ziel sollte nicht sein, so schnell wie möglich Gewicht zu verlieren. Stattdessen soll langfristiger Erfolg anvisiert werden. „Die überschüssigen Kilos sammeln sich nämlich nicht an Weihnachten an, sondern im Laufe des ganzen Jahres. Und genauso kommen die Kilos nach einer schnellen Diät auch schnell wieder zurück“, so Schleck. Ihr Tipp: Schon kleine, dafür aber permanente Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten können den gewünschten Effekt bringen.

7 Die Kalorien-Spar-Tricks

Kaloriensparen mit einfachen Tricks? Das geht! „Weißmehlprodukte durch Vollkornprodukte ersetzen oder die Nudeln aus Gemüse zubereiten“, empfiehlt Céline Schleck. Eine beliebte Alternative zu Teignudeln sind sogenanntes „Zoodles“, rein aus Zucchini hergestellte Pasta. „Für den kleinen Hunger zwischendurch kann Obst mit Nüssen kombiniert werden und die Hauptmahlzeiten sollten immer mit viel Gemüse ergänzt werden“, so Schleck.

8 Kein Frühstück oder kein Abendessen?

Neuste Diäten raten dazu, das Frühstück fallen zu lassen. „Jedoch verzichten heutzutage viele Menschen ohnehin auf diese Mahlzeit und sind trotzdem nicht systematisch schlank“, so Schleck. Die Faustregel ist bekannt: Auf den Tag verteilt nicht mehr Kalorien zu sich nehmen als der Körper braucht. „Eher wirksam ist es, abends die Menge der Kohlenhydrate zu reduzieren.“

9 Alkohol und Diäten, passt das?

Ja und Nein. Alkohol hat einen hohen Zuckergehalt und sollte deshalb generell in Maßen konsumiert werden – auch und gerade während einer Diät. „Gelegentlich darf man sich aber trotzdem ein Glas gönnen“, so Schleck.

10 Die Sünden

Wer die ganze Woche über fleißig Kalorien zählt, braucht beim beherzten Griff in die Chipstüte nicht gleich ein allzu schlechtes Gewissen zu haben. Aber: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, das gilt auch für Diäten. „Wenn man seine täglichen Ernährungsgewohnheiten positiv verändert, dann darf man sich am Wochenende oder bei Festen auch ohne schlechtes Gewissen mal etwas gönnen“, so Schleck.

Alkohol ist eine der Diätbremsen. „Gelegentlich darf man sich aber trotzdem ein Glas gönnen“, so Ernährungsberaterin Céline Schleck.