„Lago“ besteht seine Feuertaufe: „Nirgendwo so lebendig wie hier“

Schwimmmarathon

Mit dem großem Andrang an jugendlichen Schwimmern wurde das Lago-Wetzlarbad sehr gut fertig. Kinderkrankheiten konnten beim Schwimmmarathon nicht festgestellt werden. | Foto: David Hagemann

Das Wichtigste vorweg: Das Lago Wetzlarbad hat seine Feuertaufe als Eupener Austragungsort des Schwimmmarathons problemlos bestanden. Die intensive Vorbereitung und die vom Stockbergerweg importierte Erfahrung haben sich ausgezahlt.

Von Jürgen Heck

Lago-Generaldirektor Diether Thielemans, dessen Gesellschaft neben dem Eupener Wetzlarbad noch sieben weitere Bäder betreibt, zeigte sich begeistert: „Der Schwimmmarathon lebt nirgendwo so wie hier. So viel Begeisterung, so viel Engagement und auch Medienpräsenz: Das gibt es anderswo nicht. Das ist eine total positive Angelegenheit.“ Thielemans‘ Aussagen darf man dabei Glauben schenken, denn in Lago-Bädern finden beispielsweise Aqua for live in Mons oder der Schwimmmarathon des ISB (Vlaams Institut voor Sportbeheer) statt. „Die ISB-Veranstaltung ist beispielsweise ein Wettkampf zwischen den Bädern. Besonders in Ostbelgien ist es nicht zuletzt die Zusammenarbeit der vier Hallenbäder.“

Dass der Wetzlarbad-Betreiber für die Schwimmmarathon-Teilnehmer keinen Eintritt erhob, war für Thielemans schnell entschieden. „Als Teil eines Public Private Partnership war das für uns selbstverständlich. Unsere Rolle ist es nicht nur, das Bad zu betreiben und damit Geld zu verdienen, sondern auch der Gemeinschaft ein Angebot zu machen, ihr etwas zurückzugeben“, stellt er klar.

Am Mittwoch griff an der Hütte ein Rädchen ins andere: „Das ist das Verdienst von Christian Degavre und seiner Mannschaft, die viel Erfahrung bei den vorherigen Auflagen des Schwimmmarathons gesammelt haben. Aber wir haben uns auch gut vorbereitet.“

Aber wir haben uns auch gut vorbereitet.

Zu diesen spezifischen Vorbereitungen gehörte beispielsweise die Einrichtung einer zusätzlichen provisorischen Umkleidekabine auf dem Balkon, von wo man sonst das Geschehen im großen Becken verfolgen kann. Blaue Planen sorgten dabei für die erforderliche Intimität. Wer mit dem Ablauf des Schwimmmarathons nicht so vertraut ist, wird sich sicherlich fragen: Warum sind in einem neuen Schwimmbad zusätzliche Umkleidekabinen erforderlich? Das liegt an der großen Zahl der Teilnehmer. Wenn die eine „Schicht“ mit 100 Schülern schwimmt und die nächste sich auf ihren Einsatz vorbereitet, dann wird es eng. Das war auch in den vergangenen 23 Auflagen am Stockbergerweg so. Dort gab es allerdings die Möglichkeit, auf die Infrastruktur des benachbarten Sportzentrums zurückzugreifen. „Diese Zusatzkabine war unheimlich“, sah sich Kever in seiner Vorabeinschätzung bestätigt.

Ständig wachten drei Bademeister über die Sicherheit der jungen Teilnehmer und sorgten zudem kontinuierlich dafür, dass überschüssiges Wasser am Beckenrand nicht für zusätzliche Rutschgefahr sorgte.

Gegen 15 Uhr waren in Eupen bereits rund 5.800 Längen mehr als im Vorjahr.

Auch andere Gegebenheiten des neuen Bads wurden pragmatisch bewältigt. So sprangen die Schüler diesmal nur noch von einer Seite ins Wasser, legten ihre Länge zurück, kletterten auf der anderen Beckenseite wieder hinaus und kehrten zu Fuß zum Startplatz zurück. „Das dürfte keinen Einfluss auf die Zahl der zurückgelegten Längen haben“, zeigte sich Norbert Kever, vom Fachbereich Sport des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft, früh morgens überzeugt. Die Zahlen sollten ihm recht geben. Gegen 15 Uhr waren in Eupen bereits rund 5.800 Längen mehr als im Vorjahr geschwommen, gekrault und gepaddelt worden.

Einziger kleiner Haken: „Die Einweisung der im Foyer ankommenden Schüler sollte eigentlich jemand vom Ministerium übernehmen, tut es aber nicht. Jetzt machen wir das, denn es reicht nicht, dass die Namen der Schulen auf den Türen stehen“, so der lokale Verantwortliche Christian Degavre.

Zufriedenheit auf der ganzen Linie herrschte da fast selbstverständlicherweise auch bei Miss Schwimmmarathon Colette Renardy und Norbert Kever frei nach dem Motto: Klar Schiff im Wetzlarbad.

Zentrummanager Christian Degavre (links) und Lago-Generaldirektor Diether Thielemans haben das Wetzlarbad-Maskottchen Nina in die Mitte genommen: Mit der Feuertaufe in Sachen Schwimmmarathon waren die Verantwortlichen sehr zufrieden.

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