Das Sportjahr 2019 ist nicht zu unterschätzen

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Werden im Sportjahr 2019 in Erscheinung treten: Fußballerin Kathrin Hendrich, Biathlet Florent Claude und Siebenkämpferin Nafissatou Thiam. | Foto: belga & Photo News / Collage: GrenzEcho

Das Sportjahr 2019 verspricht auch ohne Olympia und Fußball-WM oder -EM der Männer Spannung und Höchstleistungen.

Die deutschen Fußball-Frauen um die Ketteniserin Kathrin Hendrich wollen es bei der Weltmeisterschaft in Frankreich besser machen als ihre männlichen Kollegen beim Russland-Desaster im vergangenen Sommer. Auf eine Steigerung hoffen auch die deutschen Handballer bei der Heim-WM. Und nicht nur Olympiasiegerin Nafissatou Thiam wird bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft versuchen, ihren Titel zu verteidigen.

Eine Auswahl der sportlichen Highlights im Jahr 2019:

  • Handball-WM (10. bis 27. Januar)

Wintermärchen bei der Heim-WM? Die deutschen Handballer wollen nach den enttäuschenden Resultaten bei der Weltmeisterschaft 2017 und der Europameisterschaft 2018 wieder für positive Nachrichten sorgen. Das Team von Trainer Christian Prokop bestreitet das Eröffnungsspiel am 10. Januar in Berlin. Die weiteren Spielorte in Deutschland sind Hamburg, München und Köln. Zudem finden Partien in den dänischen Städten Kopenhagen und Herning statt. Die belgischen Handballer um den Eupener Damian Kedziora sind in diesem Jahr nicht dabei.

  • Wintersport-WM (Februar und März)

Der Wintersport bietet mehrere Weltmeisterschaften. Den Auftakt machen die Alpin-Asse vom 5. bis zum 17. Februar im schwedischen Åre. Anschließend sind die Skispringer, Langläufer und nordischen Kombinierer im österreichischen Seefeld gefordert (19. Februar bis 3. März), bevor die Biathleten (darunter auch die Wahl-Belgier Michael Rösch und Florent Claude sowie die Staffel um Thierry Langer) vom 7. bis zum 17. März im schwedischen Östersund um Medaillen kämpfen.

  • Formel-1-Saison (17. März bis 1. Dezember)

Kann Sebastian Vettel dem Dominator der Saison 2018 diesmal länger Paroli bieten? Oder darf sich Lewis Hamilton über seinen sechsten WM-Titel freuen? Fest steht: Vettel will 2019 wieder angreifen. „Wir kämpfen hart darum, am Ende der nächsten Saison als Mann und als Team ganz oben zu sein“, versprach der 31-Jährige. Die Ziele geht er mit einem neuen Teamkollegen an. Der Monegasse Charles Leclerc übernimmt das Cockpit von Kimi Räikkönen. Die Saison beginnt erneut im australischen Melbourne und endet in Abu Dhabi. Aus belgischer Sicht ist die Formel 1 in diesem Jahr „kein“ Highlight, da mit Stoffel Vandoorne der einzige Landsmann nicht mehr an den Start geht. Der 26-Jährige setzt seine Rennsportkarriere in der Formel E fort.

  • Fußball-WM der Frauen (7.Juni bis 7. Juli)

Die Ketteniserin Kathrin Hendrich (FC Bayern München) und die deutsche Nationalmannschaft wollen die Enttäuschung der EM 2017 vergessen machen. Den unter Interimscoach Horst Hrubesch eingeschlagenen Weg soll Martina Voss-Tecklenburg bei der WM in Frankreich fortsetzen. „Mit dieser Mannschaft musst du eigentlich um den Titel mitspielen“, sagte Hrubesch. Die „Red Flames“ haben übrigens nicht die Qualifikation geschafft.

  • Leichtathletik-WM (28. September bis 6. Oktober)

Bei der Wüsten-WM in Doha setzen die belgischen Leichtathleten erneut auf die Fertigkeiten von Siebenkämpferin Nafissatou Thiam, die nach ihrem Titelgewinn in London 2017 und als amtierende Europameisterin (2018) als Favoritin ins Rennen geht. Doch auch die 4×400-m-Staffel der Herren, die „Belgian Tornados“, sind genauso wie Marathonläufer Koen Naert als amtierende Champions von Europa heiße Medaillenkandidaten. Und wer weiß: Vielleicht sind auch die weiblichen Pendants, die „Belgian Cheetahs“, nach ihrem vierten Platz bei der EM in Berlin im vergangenen Jahr bereit, auf das Podium zu klettern. (mv/dpa)