„Start Elektronik“ – Technik, die begeistert

Freizeit

Zwölf Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren nahmen bei „Start Elektronik“ Technik unter die Lupe. | Foto: David Hagemann

Sport und Spiel sind meistens die Leitmotive des Freizeitangebotes für Kinder und Jugendliche während der Sommerferien. Dass Spaß auch mit einem naturwissenschaftlichen Ansatz verknüpft werden kann, beweist das Projekt „Start Elektronik“, das in dieser Woche erstmals in der alten Schule in Herbesthal durchgeführt wurde.

Von Björn Marx

Etienne Simar, hauptberuflich Lehrer in der technischen Abteilung des Robert Schuman-Institutes (RSI) in Eupen, hat das Projekt erdacht und angeschoben: „Die teilnehmenden Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren sind begeisterungsfähiger als Jugendliche. Das Ziel war es, junge Menschen so früh wie möglich an die Metiers Informatik und Elektronik heranzuführen.“

Nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch in der Industrie stieß der Vorschlag, „Start Elektronik“ zu veranstalten, auf Interesse: „Zahlreiche Unternehmen aus den angesprochenen Sektoren haben uns unterstützt, indem sie beispielsweise eine Besichtigung ermöglicht oder Mitarbeiter abgestellt haben“. Logistische Hilfe kam vonseiten der Gemeinde Lontzen: „Wir konnten das Projekt in den Räumlichkeiten der alten Schule in Herbesthal durchführen, zudem stellte uns die Gemeinde einen Minibus zur Verfügung“, freut sich Etienne Simar über die Hilfe.

Der Roboter berechnet die richtige Farbkombination des Zauberwürfels und manipuliert ihn eigenständig.

Denn auf drei Pfeiler stützt das in diesem Jahr erstmals durchgeführte Projekt: Theorie, Praxis und Anschauung. Etienne Simar erklärt: „Am Morgen fand ein kurzes Inputreferat statt, danach folgte ein Workshop und anschließend die Besichtigung eines Unternehmens, bevor wir uns noch einmal praktisch mit der Tagesmaterie auseinandergesetzt haben.“

Denn von Montag, 6. August, bis Freitag, 10. August, widmete man sich zwischen 8.30 und 12.30 Uhr jeden Tag einem anderen Schwerpunkt: „Informatik, Fotovoltaik und Automatisation standen beispielsweise auf dem Programm.“

Zum Tagesthema Fotovoltaik beispielsweise besuchten die Teilnehmer und ihre drei Betreuer einen Anlagenhersteller. Dieser zeigte ihnen unter anderem, wie man beschädigte Zellen ausfindig macht. Danach erhielten die Kinder ein Konstruktionskit, anhand dessen sie Objekte wie ein Modellauto oder -boot selbst nachbauen konnten. „Solche Kits konnten die Teilnehmer anschließend auch mit nach Hause nehmen“, so Simar.

Denn dem Projektinitiator ist es wichtig, dass das geweckte Interesse nicht wieder einschläft, sondern bestehen bleibt.

Aufgrund des Zuspruchs erwägt er, einen regelmäßigen Nachmittags-Workshop ins Leben zu rufen, und hat für das kommende Jahr auch schon die zweite Auflage des kostenlosen, zweisprachigen „Start Elektronik“ im Sinn. Auch dann werden ihm wieder viele Ehrenamtler helfen.

Start Elektronik-Workshops in Herbesthal

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