Raeren: Zugweg wie geplant, After-Party am Dorfplatz

Karneval

Bis Karneval werden die Arbeiten an der Ufermauer des Burggrabens so weit fortgeschritten sein, dass dieses Nadelöhr kein Problem für den Durchgang des Karnevalszugs darstellen sollte. | Foto: David Hagemann

In sechs Wochen ist Karneval. In Raeren gibt es unter anderem aufgrund der Großbaustelle an der Hauptstraße einige Veränderungen. Der endgültige Zugweg und die „After-Party“ waren die wichtigsten Themen, über die sich Verkehrsverein, Baumamt und Bürgermeister jetzt bei einer Vorbereitungsversammlung verständigten.

Von Marc Komoth

Was den Zugweg angeht, hatte der Verkehrsverein Raeren, dessen Sekretär Christian Neuß als Zugleiter fungiert, bereits im Oktober angekündigt, dass aufgrund der Baustelle Hauptstraße der normale Weg durch das Zentrum ausgeschlossen sei. An der von ihm seinerzeit vorgestellten Alternative hatte es zuletzt wegen der Arbeiten an der Ufermauer der Burg Raeren wieder Zweifel gegeben. Diese wurden aber bei der Versammlung im Gemeindehaus ausgeräumt. Bis Karneval wird diese Baustelle soweit fortgeschritten sein, dass man eine Durchfahrbreite von mehr als vier Metern gewährleisten kann. „Das reicht auf jeden Fall“, stellten Bürgermeister Erwin Güsting und Zugleiter Christian Neuß aufgrund der Angaben des Bauamtes fest. Auch die Sicherheit der Besucher an dieser Stelle werde durch Absperrungen gewährleistet, hieß es. Der Karnevalszug stellt sich somit wie geplant auf der Neustraße auf (der Abschnitt bis zur Zufahrt des großen Parkplatzes an der Kirche bleibt bis zum Start für Teilnehmer und Besucher gewährleistet), zieht dann über Neudorfer Straße, Schulstraße und Botz zur Bahnhofstraße (Pause) und weiter über Roetgener Straße, Platz- und Bergstraße zur Burgstraße, an deren Ende der Zug sich auflöst. Eine angedachte kleine Abkürzung über die Winkelstraße wurde wieder verworfen, weil die dort angebrachten Verkehrsberuhigungs-Schikanen sich nicht ohne weiteres versetzen lassen. Bis dahin also alles wie geplant. Auch die zur Abnahme des Zuges an der Burgstraße bestellte Bühne wird vorhanden sein.

Ein Problem ergab sich nun kurzfristig für die feierwilligen Zugteilnehmer, die im Anschluss an den Umzug noch ein wenig weiter machen wollen. Das Gelände der Firma Leyens an der Neustraße, das in den letzten Jahren für diese mehr oder weniger improvisierte „After-Party“ genutzt worden war, steht in diesem Jahr nicht zur Verfügung, da dort unter anderem der Bauaushub der Hauptstraße zwischengelagert ist. Das Problem verschärft sich, weil die Sportvereine in diesem Jahr erstmals keine Party in der Sporthalle veranstalten, weder am Freitag noch am Sonntag, offenbar unter anderem wegen rückläufiger Besucherzahlen in den Vorjahren.

Gelände Leyens steht nicht zur Verfügung, keine Party in der Sporthalle

Da man die sehr zahlreichen Zugteilnehmer nicht alle nach dem Zug im Bergscheider Hof wird unterbringen können, bietet die Gemeinde jetzt den Dorfplatz als Location für die After-Party an. Die Gemeinde wird diesen Platz im Vorfeld der Karnevalstage vorbereiten lassen (z. B. Bänke und Poller entfernen) und hat einigen Gruppen entsprechende Angebote zur U-förmigen Aufstellung ihrer Karnevalswagen mit Beschallung gemacht. Auch für mobile Toiletten wird man im Dorfzentrum sorgen, ohne dass Gemeinde oder Verkehrsverein als Veranstalter dieser Party auftreten wollen. „Es bleibt eine Initiative der Zugteilnehmer selbst, für die durch uns lediglich eine Möglichkeit geschaffen wird“, fasst Zugleiter Christian Neuß zusammen.