„Lidar“ blitzt jetzt im Weismeser Zentrum

Verkehr

Das sogenannte Blitzmessgerät Lidar verrichtet seinen Dienst derzeit auf der Rue d‘Eupen in Weismes. | Foto: Allan Bastin

Nachdem das sogenannte Blitzmessgerät Lidar (Light Detection and Ranging) in der vergangenen Woche m Friedhof in Ligneuville vorzufinden war, blitzt es seit Dienstagmorgen auf der Rue d‘Eupen in Weismes.

Von Allan Bastin

Aufgestellt wurde die Säule gegenüber des Schuhgeschäftes Melotte, unweit des Dorfzentrums. Dass einige Verkehrsteilnehmer in die Radarfalle tappen werden, ist abzusehen. Zwar ist das Gerät tagsüber aus der Ferne sichtbar, dafür ist es in der Nacht, gerade für Nicht-Ortskundige, eine Überraschung. In diesem Bereich herrscht Tempo 50. Geblitzt wird in beide Richtungen.

Seit Monaten kommt das Lidar-Gerät regelmäßig auf dem Gebiet der Polizeizone Stavelot-Malmedy zum Einsatz. Das Gerät muss bei der Wallonischen Region angefragt werden. Diese stellt den Apparat dann zur Verfügung. Zonenleiter Bernhard Goffin spricht der Blitzsäule Vor- und Nachteile zu. „Man hat eine leichte Änderung in der Haltung der Verkehrsteilnehmer festgestellt, die an besagten Stellen langsamer fuhren, aber danach wird doch meistens wieder aufs Gaspedal gedrückt“, so Goffin im Rahmen eines vergangenen Zonenrates. Der „Lidar“ hat auf dem Gebiet der Zone Stavelot-Malmedy schon teils horrende Geschwindigkeitsübertretungen erfasst. Trauriger Spitzenreiter war ein Verkehrsteilnehmer, der 148 km/h, statt der erlaubten 90 km/h fuhr.

Bei der Eifelpolizei steht der Einsatz eines solchen „Lidars“ derzeit nicht auf der Prioritätenliste.

Im Prinzip könnten auch die Eifelpolizei und die Zone Weser-Göhl auf das Blitzmessgerät Lidar zurückgreifen. Auf Nachfrage erklärt die Eifelpolizei gegenüber dem GrenzEcho, dass diese Maßnahme aktuell nicht auf der Prioritätenliste stehe, die Zone sich aber schon für das Gerät interessiert habe. Im Hinblick auf eine eventuelle Einführung des Lidars in Ostbelgien müssten auch die Eupener Staatsanwaltschaft und die Gemeinden ihr Einverständnis geben. In absehbarer Zeit sei mit dieser Art Kontrollen also noch nicht zu rechnen, heißt es. Allerdings würde die Eifelpolizei ohnehin schon viele mobile Radarkontrollen durchführen. Die ausgestatteten Fahrzeuge seien quasi täglich im Einsatz, was noch lange nicht in allen Zonen des Landes der Fall sei.